Universität

Obwalden holt sich mit Justiz-Institut etwas «Hochschulflair»

26. August 2022, 09:39 Uhr
Der Kanton Obwalden leistet sich ein Institut für Justizforschung. Ein Trägerverein baut zusammen mit der Universität Luzern deren sogenanntes An-Institut mit Sitz in Sarnen auf, das sich wissenschaftlich mit Fragen rund um die Rechtsprechung beschäftigen wird. Es ist nicht das erste Institut «extra muros».
Ein neues wissenschaftliches Institut beschäftigt sich im Kanton Obwalden mit der Justizforschung. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
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Geleitet wird das Institut von drei Professoren und einer Professorin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern, wie die Obwaldner Bildungsdirektion am Freitag mitteilte. Geplant sind etwa Forschungsprojekte zum Zugang von KMU zur Justiz, zu aktuellen Fragen der alternativen Streitbeilegung und der Strafjustiz.

Das Institut ist die schweizweit erste universitäre Forschungseinrichtung, die sich der Erforschung von Themen rund um die Justiz widmet. Mit dem Institut, das national und international ausstrahlen soll, komme etwas «Hochschulflair» nach Obwalden, hält Bildungsdirektor Christian Schäli (CSP) fest. Der Kanton werde sich «mit diesem Leuchtturmprojekt» nachhaltig positioniert.

Träger ist der Verein Justizforschung Obwalden. Die rund vierjährige Aufbauphase wird vom Kanton mit insgesamt 560'000 Franken unterstützt, das Geld stammt aus dem Programm der «Neuen Regionalpolitik des Bundes» (NRP) sowie dem Swisslos-Fonds. Das Institut ist im Startup-Pilatus-Zentrum in Sarnen untergebracht und nimmt seine Tätigkeit im Herbst auf.

Die Universität Luzern hat bereits andere solche An-Institute, die ihr angegliedert sind, aber von einer Stiftung finanziert werden. 2020 wurde das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) gegründet, 2019 wurde das Urner Institut Kulturen der Alpen eröffnet, das in Zusammenarbeit mit der Universität Luzern aufgebaut wird.

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. August 2022 09:39
aktualisiert: 26. August 2022 09:39