Klimaschutz

Obwaldner Kantonsräte von Klimaschützern zur Session empfangen

10. September 2020, 16:30 Uhr
Mehrere Personen demonstrieren in Kägiswil OW für Klimaschutz.
© David Kunz, Keystone-SDA
Rund ein Dutzend Personen mit Transparenten, die auf den Klimaschutz hinwiesen, haben am Donnerstag vor der Mehrzweckhalle in Kägiswil OW demonstriert. Sie empfingen die Kantonsrätinnen und Kantonsräte, die sich coronabedingt dort zur Herbstsession trafen.

Teilweise mit verbundenen Augen und Gesichtsmasken ausgestattet, wiesen die vorwiegend jüngeren Teilnehmenden der Mahnwache «auf die Dringlichkeit der Klimakrise» hin. In Obwalden sei die Botschaft des Klimastreiks, der seit bald zwei Jahren bestehe, noch kaum angekommen, teilten die Organisatoren von Klimastreik Obwalden mit.

Weder die Politik noch die breite Öffentlichkeit zeige Ambitionen, die Klimakrise als wirkliche Krise zu begreifen. Erwähnung fand die Aktion in der Kantonsratssitzung am Nachmittag bei der Beantwortung einer Interpellation betreffend die Obwaldner Kantonalbank (OKB) und Klimaziele des Pariser Abkommens von Josef Allenbach (SP).

Der Interpellant verwies auf das Transparent hin mit der Aufschrift: «Das K in Obwalden steht für Klimaschutz». Während sich im Wort Obwalden kein K finde, sei ein solches im Wort OKB sehr wohl vorhanden.

Und so hoffe er, im nächsten Nachhaltigkeitsbericht der Bank die Worte Ökologie und Nachhaltigkeit vermehrt zu lesen. Finanzdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) sagte, man werde dieses Thema in Gesprächen mit der Bank künftig prominenter platzieren.

Allenbach forderte, neben ihren betrieblichen Bemühungen müsste die OKB die Bestrebungen zur Nachhaltigkeit auch bei der eigentlichen Geschäftstätigkeit fortsetzen. Er schlug etwa Vorzugskonditionen für Hypotheken für CO2-mindernde Investitionen vor.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. September 2020 16:35
aktualisiert: 10. September 2020 16:30