Obwalden

Vier Gemeinden profitieren von neuer Berggebiet-Förderung

19. August 2020, 10:04 Uhr
Mit einem neuen Förderprogramm für Berggebiete könnten im Kanton Obwalden etwa Langlauf-Loipen ausgebaut werden (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Obwaldner Gemeinden Kerns, Giswil, Lungern und Engelberg kommen in den Genuss eines neuen Förderprogramms für Berggebiete von Bund und Kanton. Für das vierjährige Pilotprojekt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) stehen 860'000 Franken bereit, erste Projektideen sind skizziert.

Mit dem Konzept, das der Bund im März verabschiedet hatte, sollen die Berggebiete wirtschaftlich gefördert werden, wie die Obwaldner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Im Gegensatz zu den üblichen NRP-Kriterien seien bei den Pilotmassnahmen die Fördermöglichkeiten wesentlich flexibler.

So könnten etwa kleinere, lokal systemrelevante Infrastrukturen mit à-fonds-perdu Beiträgen unterstützt werden, was bisher nur mit Darlehen möglich war. Auch könnten neu Einzelbetriebe Projektträger sein, wenn die Wirkung der Massnahme über den Einzelbetrieb hinausgehe.

Zudem beteiligt sich der Bund stärker an den Kosten. Während sich Kanton und Bund bei gängigen NRP-Projekten die Finanzierung aufteilten, beträgt der Bundesanteil beim Berggebietprogramm 70 Prozent. So stehen in Obwalden für die vierjährige Umsetzung insgesamt 860'000 Franken zur Verfügung, wovon der Kanton 260'000 Franken beisteuert.

Langlauf und Mountainbike

Im Kanton Obwalden erfüllen die Gemeinden Kerns, Giswil, Lungern und Engelberg die vom Bund festgelegten Kriterien für Berggebietförderung. Sie begrüssen laut der Kantonsregierung die neuen Fördermöglichkeiten und haben bereits mögliche Projektideen skizziert, wie den Ausbau von Langlauf-Loipen oder Mountainbike-Trails.

Angesichts der Auswirkungen der Covid-19-Massnahmen auf die Wirtschaft erhoffe sich die Regierung positive Impulse durch das NRP-Pilotprogramm. Die Unterstützung der Berggebiete erfolgt für die Jahre 2020 bis 2023. Insgesamt stellt der Bund für die Massnahmen 20 Millionen Franken zur Verfügung, die ab 2020 eingesetzt werden können.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. August 2020 10:04
aktualisiert: 19. August 2020 10:04