Obwalden

Passanten stoppen herannahenden Zug

2. November 2020, 09:45 Uhr
Bei einem Selbstunfall geriet ein Auto auf ein Trassee der Zentralbahn. Zwei Kinder mussten ins Spital gebracht werden. Passanten konnten noch Schlimmeres verhindern.

Der Unfall ereignete sich am Sonntagnachmittag in Kaiserstuhl, wie die Kantonspolizei Obwalden am Montag mitteilte. Eine Autofahrerin war auf der Brünigstrasse Richtung Norden unterwegs. Kurz vor der Zentralbahn-Station Kaiserstuhl geriet sie infolge eines Sekundenschlafes mit ihrem Auto nach rechts und kollidierte dabei mit einem Eisenpfosten. Das Fahrzeug durchschlug die Abschrankung und kam schliesslich auf dem Trassee der Zentralbahn zum Stillstand.

Passanten konnten den herannahenden Zug anhalten, wie die Polizei weiter schreibt. Die vier Unfallbeteiligten konnten das Fahrzeug nach dem Unfall selber verlassen und wurden durch Ersthelfer aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Zwei Kinder, die sich im Auto befunden hatten, wurden mit unbestimmten Verletzungen durch den Rettungsdienst in ein auswärtiges Spital überführt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Zur Bergung des Fahrzeuges wurden ein Kran und ein Abschleppunternehmen aufgeboten. Die Fahrleitungen der Zentralbahn mussten während der Bergungsarbeiten vom Stromnetz genommen werden, was zu einem kurzzeitigen Unterbruch des Bahnbetriebes führte. Der Verkehr wurde vorübergehend in beiden Richtungen gesperrt.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 2. November 2020 09:05
aktualisiert: 2. November 2020 09:45