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#NetzPigCock

Penisbild-Sender können in 60 Sekunden angezeigt werden

19. März 2021, 16:24 Uhr
Das versenden von ungefragten Penisbildern ist strafbar.
Sexuelle Belästigung ist derzeit Thema wie selten zuvor. Auch in sozialen Medien werden Frauen belästigt – teils mit unaufgeforderten Penis-Bildern, sogenannten «Dickpics». Wer solche Bilder verschickt, macht sich strafbar. Unter #NetzPigCock können Empfängerinnen den Absender in 60 Sekunden anzeigen.

Initiantin von #NetzPigCock ist die ehemalige Zuger Kantonsrätin und heutige Geschäftsführerin des Vereins #NetzCourage, Jolanda Spiess-Hegglin. Wie sie in einer Mitteilung schreibt, erhält im Moment fast jede zweite Frau ungefragte Penisbilder. Als Folge davon ziehen sich viele aus den sozialen Netzwerken zurück.

Dem will Spiess-Hegglin einen Riegel vorschieben. Denn Dickpics zu verschicken ist illegal und kann zur Anzeige gebracht werden. Weil das aber bisher noch mit dem Gang auf den Polizeiposten gemacht werden musste, gibt es nun die Seite www.netzpigcock.ch. Hier kann innerhalb von wenigen Klicks eine Anzeige erstattet werden.

Grenzen aufzeigen

Wiederholungstäter sind selten, so Spiess-Hegglin in der Mitteilung. Mit Anzeigen sollen Täter abgeschreckt werden. Ausserdem tauchen die Dickpics so auch in der jeweiligen Kriminalstatistik auf. Der Verein #NetzPigCock will also zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen: Grenzen setzen und Aufmerksamkeit erzeugen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. März 2021 16:23
aktualisiert: 19. März 2021 16:24