Zentralschweiz

Polizei warnt vor Corona-Betrügern

25. März 2020, 09:37 Uhr
Betrüger machen sich die Angst um Corona zu Nutzen. (Symbolbild)
© Fotolia / © Tomasz Zajda
Kriminelle nutzen die Verunsicherung wegen Corona in der Bevölkerung aus. Die Polizei warnt vor verschiedenen neuen Betrugsmaschen.

Es ist unglaublich, mit was für dreisten Methoden Betrüger derzeit unterwegs sind. Über verschiedene Kanäle versuchen sie, die Angst der Menschen vor Corona auszunutzen. In einem gemeinsamen Aufruf warnen die Zentralschweizer Polizeikorps vor den kriminellen Machenschaften.

E-Mails im Namen des BAG

Laut einer Mitteilung der Polizeikorps verschicken derzeit Kriminelle E-Mails und verwenden als Absender das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Öffnet man die Anhänge oder Links mit angeblich aktuellen Zahlen und neuesten Informationen zum Coronavirus, werde der Computer mit einer Schadsoftware infiziert, warnt die Polizei.

Sie rufen an und wollen Geld

Mit Telefonanrufen versuchen Betrüger zudem, an Geld zu kommen: Sie geben sich etwa als Arztpersonal oder Angestellte einer Behördenstelle aus. «Im Gespräch versuchen sie, das Opfer dazu zu bringen, Bargeld für die Corona-Behandlung eines Verwandten bereitzustellen und dem später vorbeikommenden Gesundheitspersonal auszuhändigen oder an einem definierten Ort zu deponieren», so die Polizei. Andere Anrufer würden sich für mögliche Kontakte mit Infizierten interessieren und würden dabei beiläufig auch Fragen zu Bank- und Zahlungsdaten stellen.

Falsche Internet-Shops

Weiter würden in online Fake-Shops medizinische Produkte wie Desinfektionsmittel, Schutzmasken, Fiebermesser oder sogar Corona-Schnelltests angeboten, die in Apotheken und lokalen Geschäften Mangelware sind. Die Ware würde dann aber trotz Bezahlung nie geliefert.

Um sich vor solchen kriminellen Machenschaften zu schützen, empfiehlt die Polizei, gerade bei Kontaktaufnahmen oder Angeboten rund um die Corona-Thematik «besonders kritisch zu sein».

Verdächtige E-Mails mit angeblichen Inhalten zum Coronavirus sollten ignoriert und gelöscht werden: «Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie auch nicht auf Links», rät die Polizei.

Auch am Telefon gelte es misstrauisch zu sein und nie auf Geldforderungen einzugehen. Nach einem verdächtigen Anruf solle man Rücksprache mit der Familie oder Vertrauenspersonen nehmen.

Es gibt Hinweise auf unseriöse Online-Shops

Wer online einkauft, soll sich vor dem Bestellen über den Anbieter informieren. «Sind bei einem Online-Shop zum Beispiel keine AGBs oder kein Impressum aufgeführt oder fehlen Angaben zu Zahlungsbedingungen, deutet dies auf unseriöse oder betrügerische Angebote hin», so die Polizei. Oftmals gebe es im Internet auch bereits publizierte Warnungen bei unseriösen Anbietern.

Bei Fragen oder verdächtigen Feststellungen hilft das kantonale Polizeikorps weiter. (gea)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. März 2020 09:39
aktualisiert: 25. März 2020 09:37