Eingeschmuggelt

«Quagga-Muschel» soll von Zentralschweizer Seen fernbleiben

17. November 2020, 09:07 Uhr
Weil sie sich an Booten oder Stand-Up Paddeln befestigt, breitet sich die «Quagga Muschel» in Schweizer Seen immer mehr aus. Im Genfer- und Bodensee richten die kleinen Muscheln bereits grösseren Schaden an. Ein Vorstoss fordert jetzt Schutzmassnahmen.
Die Quagga Muschel ist eine zunehmende Bedrohung für Schweizer Seen
© istock
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Die ursprünglich aus den Zuflüssen des Schwarzen Meeres stammende Muschel hat sich bis in die Schweiz geschmuggelt. Die bis zu vier Zentimeter grossen Muscheln wurden bis jetzt im Genfer, Neuenburger, Bieler und Bodensee gesichtet, wie die Luzerner Zeitung schreibt.

Der Vierwaldstätter oder Halwilersee soll von den kleinen Tierchen verschont bleiben, denn sie verursachen zwei Probleme: Zum Einen sind sie eine Bedrohung für den Fischbestand, weil sie einheimischen Arten die Nahrung wegfressen, zweitens setzen sich die Muscheln an technischen Anlagen fest und verstopfen Wasserleitungen.

Der Kanton Aargau und der Kanton Luzern müssen kooperieren

Um Schäden wie solche zu verhindern soll jetzt ein Schutzkonzept gegen die Quagga Muschel lanciert werden. Bereits im Kanton Aargau und auch im Kanton Luzern nehmen die Umweltbehörden die bedrohliche Einschleppung der Quagga-Muschel ernst. So wurde im Juni eine Informationskampagne gestartet wie die schreibt. Da die Muscheln sich vor allem an gewasserten Booten wohlfühlen, wurden vereinzelt Boote trockengelagert, weil die Lebewesen an der Luft nicht überleben.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 16. November 2020 19:46
aktualisiert: 17. November 2020 09:07