Einigung

«Schritt in die richtige Richtung» – Bauarbeiter bekommen 2023 mehr Lohn

1. Dezember 2022, 08:18 Uhr
Vor rund drei Wochen gingen Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter in der gesamten Schweiz auf die Strasse, um zu demonstrieren. Sie forderten mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Nach diversen Streiks und langen Verhandlungen haben der Schweizerische Baumeisterverband und die Gewerkschaften nun eine Lösung gefunden.

Quelle: Tele 1

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Es ist ein Schritt in die richtige Richtung für die Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter: Ab 2023 bekommen sie bis zu 150 Franken mehr Lohn. So steht es im neuen sogenannten Landesmantelvertrag. «Ein fairer Entscheid», findet Kurt Zurfluh des Zentralschweizer Baumeisterverbandes.

Mit dieser Lohnerhöhung habe man für die ganze Branche ein klares Zeichen gesetzt. Doch reichen diese 150 Franken mehr Lohn, damit die Branche wieder attraktiver wird? «Was reicht und was nicht, ist immer schwierig zu sagen», so Giuseppe Reo von der Gewerkschaft Unia Zentralschweiz. Es sei aber wichtig, dass man zu dieser Einigung gekommen ist.

Wirtschaftliche Situation für Unternehmen nicht einfach

«Mehr wäre sicher noch besser gewesen. Wir befinden uns jedoch auch nicht in einer einfachen Zeit», sagt Reo weiter. Die momentane wirtschaftliche Situation sei halt auch für die Unternehmen schwierig.

Der Lohn ist jedoch nur ein Punkt der Forderungen. Über Arbeitszeiten, Überstunden und bezahlte Reisezeiten müsse man auch diskutieren. Dies forderten die Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter bereits vor Wochen. Diverse Demonstrationen fanden dafür statt.

Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher / 11.11.2022

Der Markt muss sich beruhigen

Der Baumeisterverband war damals überrascht. Man zahle bereits hohe Löhne und habe sogar eine Gewährleistung für Lohnerhöhungen in Aussicht gestellt, hiess es. Daher stosse der Demonstrationstag eher auf Unverständnis, trotzdem blickte man optimistisch auf die Verhandlungen.

Diese Verhandlungen sind nun zum Teil abgeschlossen. «Wir sind sozialpartnerschaftlich miteinander umgegangen», sagt Kurt Zurfluh des Zentralschweizer Baumeisterverbandes. Der Baumeisterverband und die Gewerkschaften seien sich einig gewesen, dass nun schnell etwas passieren muss «um den Markt zu beruhigen».

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 1. Dezember 2022 05:49
aktualisiert: 1. Dezember 2022 08:18