Pensionskassen-Debakel

30-Millionen-Klage gegen Schwyzer Kantonalbank

7. Februar 2021, 15:54 Uhr
Der Schwyzer Kantonalbank flattert eine 30 Millionen-Klage ins Haus.
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Serge Aerne (41), Gründer der aargauischen Pensionskasse Phoenix, fordert von der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) 30 Millionen Franken Schadenersatz. Es ist der Höhepunkt eines jahrelangen Streits.

Die Schwyzer Kantonalbank ist seit 2015 mit 49 Prozent an der Pensionskasse-Verwalterin Nova Vorsorge AG und deren Tochtergesellschaft Assurinvest, eine Pensionskassen-Verwalterin, beteiligt. Diese betreute von 2015 bis 2016 die Kasse der PK Phoenix.

Im November 2016 wurde der Zusammenarbeitsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufgehoben. 2019 bemerkte der Stiftungsrat der PK Phoenix ein Loch von 12 Millionen Franken in der Kasse.

Untersuchungsbericht soll fehlerhafte Buchhaltung festgestellt haben

Er gab einen forensischen Untersuchungsbericht in Auftrag, der buchhalterische Fehlleistungen in der Verwaltung der Kasse in den Jahren 2015 und 2016 feststellt. Diese Fehler hätten den grössten Teil des Millionenlochs verursacht, sagt PK-Gründer Aerne. Der Rest gehe auf das Konto der administrativen und juristischen Folgen der Angriffe durch Assurinvest und SZKB gegen die PK Phoenix und seine Person. Den Untersuchungsbericht hätte die Schwyzer Kantonalbank nie gesehen, wie Peter Geisser, Leiter Kommunikation auf Anfrage von PilatusToday und Tele1 mitteilt. 

PK-Gründer Aerne verlangt nun Schadensersatz. Die SZKB widerspricht: Die PK Phoenix und Serge Aerne seien für das Millionenloch verantwortlich. Ein politisches Erdbeben blieb bislang aus. Die Aufsichtskommission für die Schwyzer Kantonalbank sehe aktuell keinen Grund für eine Untersuchung, sagt ihr Präsident Alexander Lacher.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Februar 2021 09:56
aktualisiert: 7. Februar 2021 15:54