Axenstrasse

Bau von Ersatz-Laichgebieten beginnt im November

16. November 2020, 08:56 Uhr
Damit Frösche und andere Amphibien auch künftig Laichplätze in Ingenbohl SZ haben, entstehen vor dem Bau der geplanten neuen Axenstrasse Ersatzbiotope. (Symbolbild)
© KEYSTONE/LISA MAIRE
Mit dem Bau von zwei Ersatzbiotopen in Ingenbohl SZ starten Mitte November die ersten Vorbereitungsarbeiten für die Galerie Gumpisch an der Axenstrasse. Die Arbeiten beim Portal des Morschacher Tunnels der geplanten neuen Axenstrasse dauern bis im nächsten Frühjahr, die Bewilligung des gesamten Strassenprojekts steht noch aus.

Die Biotope dienen als Ersatzmassnahmen für bestehende Amphibien-Laichgebiete in Ingenbohl, die vom Bau der neuen Axenstrasse tangiert würden. Die Amphibien sollen während zweier Laichperioden umsiedeln, was im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein wird, wie die Kantone Uri und Schwyz am Montag mitteilten.

Erst dann kann der Portalbereich Ingenbohl für die Tunnelbauarbeiten vorbereitet werden. Gegen den Bau der neuen Axenstrasse auf der A4 zwischen Brunnen SZ und Flüelen UR sind Umweltverbände vor Gericht gezogen. Die Plangenehmigungsverfügung steht noch aus.

Das Bundesverwaltungsgericht entzog der Beschwerde aber die aufschiebende Wirkung für den Bau der Ersatzbiotope sowie für eine Hilfsbrücke für die Umfahrung während der Bauzeit der Galerie im steinschlaggefährdeten Bereich Gumpisch und für die Installation der Baustromversorgung. Diese beiden Arbeiten beginnen im Herbst 2021.

1,2 Milliarden-Projekt

Die geplante neue Axenstrasse besteht aus dem Morschacher Tunnel und dem Sisikoner Tunnel sowie einer rund 120 Meter langen offenen Strecke zwischen den beiden Tunneln. Das Grossprojekt sieht parallel zur heutigen Verbindung zwischen Ingenbohl SZ und Sisikon UR eine neue, knapp acht Kilometer lange Strasse vor. Neben mehr Sicherheit soll sie auch eine Entlastung der Dörfer Brunnen und Sisikon vom Durchgangsverkehr bringen.

Die Umweltverbände wehren sich gegen einen befürchteten Kapazitätsausbau. Das Projekt kostet rund 1,2 Milliarden Franken. Der Bund bezahlt rund 94 Prozent des Neubauprojekts, die beiden Kantone Uri und Schwyz übernehmen den Rest.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. November 2020 08:56
aktualisiert: 16. November 2020 08:56