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Fussball

Cupfight zwischen Südstern und Küssnacht endet fast in Schlägerei

22. Oktober 2020, 09:01 Uhr
Kein faires Spiel. Weder auf noch neben dem Platz. (Symbolbild)
© iStock / mikkelwilliam
Es hätte ein Cupfight um Tore werden sollen am Dienstagabend. Stattdessen sind die Fäuste geflogen. Ein hartes Foul eines Südstern Spielers nach der Pause brachte alles ins Rollen. Es folgten weitere Fouls auf beiden Seiten, bis wieder ein Spieler des FC Küssnacht am Boden lag.

Als dieser von einem Betreuer auf dem Platz gepflegt wurde, geriet die Situation aus dem Ruder. «Nun folgten Szenen, welche der Fussball definitiv nicht braucht», schreibt REGIOfussball in ihrer Spielzusammenfassung am 21. Oktober. Während der Küssnachter Masseur den Verletzten betreute, wurde er von Fans der Südsterner massiv beleidigt.

Die Südstern-Spieler liessen sich davon anstecken und einer warf den medizinischen Betreuer nach der Behandlung auf den Boden. Darauf bildeten sich Tumulte, «welche definitiv nicht auf den Platz gehören und Personen befanden sich auf dem Spielfeld, welche dort nichts zu suchen haben», so REGIOfussball weiter.

Schiedsrichter konnte sich in Kabine retten

Nach 92 Minuten hatte der Schiedsrichter genug und brach die Partie ab. Daraufhin wurde der Unparteiische von Spielern des FC Südstern angegangen, konnte sich aber in die Kabine retten. Auch auf der Tribüne kam es zu wüsten Szenen: Ein Küssnachter Fan, der die Szene filmen wollte, wurde von anderen angegriffen und mehrfach gewürgt. Abzuwarten gilt bezüglich dieses Ausganges der Schiedsrichterrapport.

Der REGIOfussball zeigt sich in ihrer Analyse enttäuscht: «Besonders tragisch ist auch, dass sich alle Vereine grösste Mühe mit Schutzkonzepten geben, damit wir weiterhin die schönste Nebenbeschäftigung der Welt ausüben dürfen. Dass einige Unbelehrbare dann aber die Gesundheit anderer mit Rudelbildungen und tätlichen Angriffen aufs Spiel setzen, gibt schwer zu denken.»

Gewonnen hat den Cupfight übrigens der FC Küssnacht mit 2:1.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Oktober 2020 19:56
aktualisiert: 22. Oktober 2020 09:01