Ersatzwahlen Schwyz

Diese Kandidaten wollen in die Schwyzer Regierung

17. September 2022, 14:29 Uhr
Neben den Abstimmungen stehen im Kanton Schwyz auch die Ersatzwahlen für zwei Regierungsratssitze auf dem Programm. Die Wahlen am 25. September versprechen spannend zu werden.
Diese Kandidaten wollen in die Schwyzer Regierung.
© PilatusToday
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Die Ausgangslage vor den Regierungsratswahlen im Kanton Schwyz ist so spannend wie nie. Gleich sechs Kandidierende bewerben sich um die beiden frei werdenden FDP- und SVP-Sitze. Am 25. September werden die Schwyzer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne entscheiden, wer für die zurücktretenden Räte Kaspar Michel (FDP) und Andreas Barraud (SVP) in die Schwyzer Exekutive rücken.

Nur eine Frau im Rennen

Die FDP schickt den Schwyzer Polizeikommandanten Damian Meier ins Rennen. Die SVP versucht mit dem Schwyzer Gemeindepräsidenten Xaver Schuler-Steiner ihren Sitz zu verteidigen. Ihre Wahl wird von SP-Kandidat Patrick Notter aus Einsiedeln sowie Ursula Louise Lindauer von der GLP bekämpft. Die 56-Jährige aus Ibach ist die einzige Frau, die bei den Ersatzwahlen Ende September antritt. Ein Wort mitreden wollen aber auch der parteilose Rothenthurmer Bauer Peter Abegg sowie Aufrecht-Schwyz-Mitglied Jürg Rückmar. Den beiden Herren wird von den Experten aber keine reale Chance zugesprochen.

Die grosse Frage wird also sein, ob sich die beiden traditionellen Regierungsratsparteien FDP und SVP durchsetzen können. Aber auch, wie gross das Bedürfnis der Wählenden nach mehr Diversität in der Regierung tatsächlich ist. Die Stimmberechtigten werden sich fragen müssen: Braucht es mit Ursula Louise Lindauer eine zweite Frau in der Schwyzer Regierung oder soll die Linke wieder vertreten sein?

Stimmbeteiligung mitentscheidend

Ob die Würfel bereits am 25. September fallen, ist offen. Ein zweiter Wahlgang scheint aufgrund der Kandidaturen von Abegg und Rückmar wahrscheinlich, betont der Schwyzer Politbeobachter Iwan Rickenbacher gegenüber der «Luzerner Zeitung». «Eine tiefe Stimmbeteiligung heisst, dass eher traditionell Wählende an die Urne gehen.» Diese würden sich demnach eher an die Vorschläge der traditionellen Parteien halten – was bedeuten würde, dass SVP und FDP ihre Sitze verteidigen könnten. Falls die zwei Sitze Ende September noch nicht zugeordnet werden können, sind die Stimmberechtigten am 27. November beim zweiten Wahlgang nochmals gefragt.

(stm)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. September 2022 14:29
aktualisiert: 17. September 2022 14:29