Kultur

Einsiedler Welttheater kehrt erst zum Jubiläum 2024 zurück

1. Oktober 2020, 14:35 Uhr
Das Einsiedler Welttheater von 2013: Eine Neuauflage wird es erst 2024 geben. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Einsiedeln bleibt über zehn Jahre ohne Welttheater: Die Organisatoren haben wegen der ungewissen Auswirkungen der Coronakrise entschieden, das nächste Theater erst 2024 anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums aufzuführen. Zuvor hatten sie die Inszenierung bereits um ein Jahr auf 2021 verschoben.

Er habe den Beschluss in Anbetracht der ungewissen Entwicklung der Corona-Pandemie und des damit verbundenen finanziellen Risikos gefasst, teilte der Vorstand der Welttheatergesellschaft Einsiedeln am Donnerstag mit. Die Künstlerische Leitung sei bereit, in vier Jahren wieder mit dabei zu sein.

Ursprünglich hätte die 17. Spielzeit des Stücks am 17. Juni 2020 auf dem Klosterplatz in Einsiedeln Premiere feiern sollen. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde sie im März um ein Jahr verschoben. Das bescherte der Gesellschaft einen Verlust von rund 750'000 Franken.

Die Theatermacher nahmen die Vorbereitungen für die Spielzeit 2021 nach den Sommerferien auf. Es sei aber ungewiss, ob genügend Mitwirkende zusammenkommen, heisst es in der Mitteilung. Die Verunsicherung sei in der Einsiedler Bevölkerung und beim Spielvolk spürbar.

Neufassung von Lukas Bärfuss

2024 werden es 100 Jahre her sein, seit «Das grosse Welttheater» von Pedro Calderón de la Barca zum ersten Mal auf dem Einsiedler Klosterplatz aufgeführt wurde. Im Jubiläumsjahr soll die Neufassung von Lukas Bärfuss in einer Inszenierung von Livio Andreina zu sehen sein.

Seit 2000 beauftragt die Welttheatergesellschaft jeweils einen Autor, ein zeitgemässes Werk auf der Basis des Originals zu schreiben. Zwei Mal war dies der ehemalige Einsiedler Klosterschüler Thomas Hürlimann, bei der letzten Ausgabe 2013 schuf Tim Kron eine Neufassung.

Damals kamen rund 46'000 Besucherinnen und Besucher zu den 40 Vorstellungen. 500 Personen waren am Theaterereignis beteiligt, davon mehr als 300 auf der Bühne.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. Oktober 2020 15:15
aktualisiert: 1. Oktober 2020 14:35