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Erfolg der nationalen Corona-Impfwoche ist gerade in Kantonen mit tiefen Impfquoten gefährdet

Corona-Impfwoche

Gerade in Kantonen mit tiefen Impfquoten ist der Erfolg gefährdet

07.11.2021, 08:18 Uhr
· Online seit 07.11.2021, 06:49 Uhr
Morgen Montag beginnt die nationale Corona-Impfwoche. 96 Millionen Franken stellt der Bund dafür bereit. Die Kantone haben bislang aber weniger als einen Fünftel davon beantragt. Insbesondere in den Kantonen mit tiefen Impfquoten wie Schwyz oder Obwalden ist der Erfolg gefährdet.
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In Obwalden ist nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Dennoch investiert der Kanton insgesamt nur 310'000 Franken in die Impfwoche, berichtet die "SonntagsBlick". Dies entspricht 18 Franken pro Kopf.

Kaum aktiv werden auch weitere Impftrödlerkantone wie Schwyz oder Appenzell Innerrhoden, berichtet die «SonntagsZeitung». Appenzell Ausserrhoden investiert gerade einmal 2.70 Franken pro Kopf.

Doch keine Hausbesuche oder Telefonaktionen

Mit Abstand am meisten investiert der Kanton Bern mit knapp vier Millionen Franken. Und mit Zürich und Basel engagieren sich ausgerechnet jene Kantone stark, die ohnehin schon eine hohe Durchimpfung haben.

Die nationale Impfwoche beginnt morgen Montag, 8. November. Mit Impfnächten, Impftaxis oder Impfevents wollen die Kantone auch die letzten Impfskeptiker von der Corona-Impfung überzeugen. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, soll es nun aber doch keine Hausbesuche oder Telefonaktionen von Impf-Beratern auf nationaler Ebene geben.

Ziel: 93-prozentige Impfquote bei über 65-Jährigen

Landesweit sind rund 66 Prozent der Gesamtbevölkerung und knapp 73 Prozent der über 12-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft. Ob das ehrgeizige Ziel einer Impfquote von 93 Prozent bei den über 65-Jährigen und von 80 Prozent bei den 18- bis 65-Jährigen auch mit knapp 18 Millionen Franken erreicht werden kann?

Um Ungeimpfte doch noch für eine Corona-Impfung zu überzeugen, hat der Bund für die nationale Impfwoche 96 Millionen Franken bereitgestellt. Die Kantone jedoch wollen gerade einmal 18 Millionen Franken ausgeben.

(red.)

veröffentlicht: 7. November 2021 06:49
aktualisiert: 7. November 2021 08:18
Quelle: PilatusToday

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