Alpsommer-Serie

Familie Gwerder «älplert» seit 70 Jahren auf der Glattalp

24. Juli 2022, 07:42 Uhr
Das Leben auf einer Alp ist idyllisch, gibt aber auch immer viel zu tun. Seit drei Generationen «älplert» die Familie Gwerder auf der Glattalp. Dabei trägt jeder und jede seinen Teil dazu bei, damit der ganze Betrieb funktioniert. Auch die jüngsten Familienmitglieder.
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Quelle: Tele1

Es ist Mittagszeit auf der Glattalp – und somit auch einer der wenigen Momente, in denen die ganze Familie zusammensitzt.

Gekocht hat das Mittagsmenü Bernadett Gwerder. Während des Sommers schaut sie auf den Hof im Tal und fertigt aus der Geissenmilch kleinen Käse an. Viel Arbeit, die ihr aber auch viel gebe. «Ich habe ein gutes Gefühl im Herz. Ich habe alles, was ich haben muss», sagt die Älplerin. Es sei viel Arbeit, aber das Schöne überwiege.

Die zweite Frau mit viel Arbeit ist Ramona Gwerder. Zusammen mit Christian hat sie zwei Töchter, Lina und Julia.

Zwischen Mutter und Älplerin: Ramona Gwerder schafft den Spagat 

Ramona ist nicht nur für die zwei Mädchen verantwortlich, sondern auch für die 26 Geissen und ihren Stall. Mama und gleichzeitig Älplerin zu sein, ist für Ramona kein Problem. «Es ist ein schöner Spagat so. Es macht Spass, wenn man mal eine andere Aufgabe hat. Und auch die Kinder haben ihren Spass.»

Verantwortlich für die Milchkühe der Familie ist Edi Gwerder. In den 70 Jahren, in denen er schon jeden Sommer auf die Alp geht, hat sich viel verändert. Auch die Tiere seien nicht mehr so zutraulich wie anno dazumal. «Es gibt halt jetzt mehr Laufstallrinder als früher. Die Rinder sind früher ruhiger gewesen.»

Von Generation zu Generation weitergeführt

Zusammen mit seinem Sohn Christian schaut Edi Gwerder zu den rund 300 Rindern, die mit der Familie auf der Glattalp leben. Für ihn ist es eine Ehre, dies schon in der dritten Generation weiterführen zu können. «Es ist schön, dass die Generation so weitergehen darf, ich schätze das. Mal schauen, ob unsere Mädchen diese Tradition auch einmal fortführen möchten. Das können sie selbst entscheiden.»

Nach dem Melken der Geissen ist der Tag langsam aber sicher vorbei auf der Glattalp. Die ganze Familie arbeitet zusammen, damit der Betrieb hier oben reibungslos abläuft. Am Schluss bleibt nur noch der Alpsegen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Juli 2022 07:42
aktualisiert: 24. Juli 2022 07:42
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