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Schwyz

Kanton Schwyz: Bundesasylzentrum Buosingen soll 21 Millionen Franken kosten

Gemeinde Arth

21 Millionen Franken: So viel soll das Asylzentrum Buosingen kosten

· Online seit 04.07.2024, 10:13 Uhr
Der Protest gegen das Bundesasylzentrum Buosingen in Goldau ist gross. Bisher unklar war, wie gross die Kosten für das Zentrum sind. Nun hat die Weltwoche vorgerechnet – der Bund bestätigt teilweise.
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Mitte April informierten die Behörden in der proppenvollen Turnhalle Allmig in Oberarth über die Pläne des Bundes. Auf dem heutigen Campingplatz auf dem Gebiet der Gemeinde Arth sollen 2030 Asylsuchende ein- und ausgehen. Zum Unmut vieler Anwohnerinnen und Anwohner.

Quelle: ZüriNews / Heisse Debatte um Asylzentrum Buosingen/ Beitrag vom April 2024

Rechnung von «Weltwoche»-Journalist

Die neusten Zahlen werden diese Protestrufe wohl kaum leiser machen. Wie der «Bote der Urschweiz» berichtet, hat ein Journalist der «Weltwoche» ausgerechnet, wie viel das Bundesasylzentrum Buosingen kosten wird.

Die Rechnung sei anhand von Daten des Staatssekretariats für Migration (SEM) gemacht worden. Der «Weltwoche»-Journalist habe beim Bund nachgefragt und auf Basis der erhaltenen Antworten die Gesamtkosten ausgerechnet.

120'000 Franken pro Schlafplatz

Die genauen Zahlen könnten zwar noch nicht abgeschätzt werden, da noch kein konkretes Projekt vorliege, der zuständige Mediensprecher hätte dennoch folgende Angaben gemacht: «Basierend auf der Botschaft zur Änderung des Asylgesetzes gehen wir von Erstellungskosten von rund 120'000 Franken pro Schlafplatz und 100'000 Franken pro Arbeitsplatz aus.» Geplant seien 170 Schlaf- sowie vier Arbeitsplätze.

Mit den weiteren Kosten für die Bereitstellung der Aufenthaltsstrukturen (Beschäftigungsräume, Kantine, Krankenzimmer, etc.) kam die «Weltwoche» schliesslich auf die 21 Millionen Franken.

Hierbei sei der Kaufpreis für den Campingplatz noch nicht miteingerechnet. Zudem mutmasst die «Weltwoche», dass auch die 21 Millionen zu tief geschätzt seien. Dies aufgrund von weiteren Auflagen und der Teuerung.

(red.)

veröffentlicht: 4. Juli 2024 10:13
aktualisiert: 4. Juli 2024 10:13
Quelle: PilatusToday

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