In Schwyz droht Busse

Mamis und Papis sollten das Elterngespräch besser nicht schwänzen

14. Juli 2022, 10:23 Uhr
Nach 16 Jahren revidiert der Kanton Schwyz sein Volksschulgesetz. Das hat nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Eltern Konsequenzen. Ihnen drohen künftig Bussen.
Der Kanton Schwyz revidiert sein Volksschulgesetz.
© Keystone / Urs Flüeler

Der Kanton Schwyz revidiert sein 16 Jahre altes Volksschulgesetz. Dabei geht es vor allem darum, die Entwicklungen, welche die Schule in den letzten Jahren durchgemacht hat, im Gesetz zu verankern.

Eltern können gebüsst werden

Auch Erfahrungen aus der Pandemie fliessen in das Gesetz ein. «Zur Klärung» werde festgehalten, dass medizinische Untersuchungen und Impfungen an den Schulen freiwillig seien, heisst es in dem Bericht des Regierungsrats an das Kantonsparlament. Das Bildungsdepartement erhalte ferner neu die explizite Kompetenz, in besonderen Lagen Schulen zu schliessen oder den Schulstart zu verschieben.

Geregelt werden sollen auch Pflichtverletzungen von Eltern. Neu könne eine Verwarnung oder Busse ausgesprochen werden, wenn Erziehungsberechtigte das Gespräch oder den Kontakt mit der Schule verweigern, erklärte der Regierungsrat.

Erstes Kindergartenjahr bleibt freiwillig

Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Entwurf des Regierungsrats hervorgeht, werden die Begriffe des Lehrplans 21 in das Gesetz übernommen. So wird die Schule neu nach Zyklen organisiert: Zyklus 1 umfasst den Kindergarten bis zur 2. Primarklasse, Zyklus 2 die 3. bis 6. Primarklasse und Zyklus 3 die Sekundarstufe I.

Der Schwyzer Regierungsrat Michael Stähli (Mitte), Vorsteher Bildungsdepartements.

© KEYSTONE/URS FLUEELER

Das erste Kindergartenjahr bleibt freiwillig. Die Schulpflicht beginnt mit dem zweiten Kindergartenjahr und dauert zehn Jahre. Genauer definiert wird in dem Gesetzesentwurf der Schulort, dies ist für diejenigen Kinder wichtig, die mehrheitlich nicht an ihrem offiziellen Wohnsitz leben.

Geregelt wird auch die Begabtenförderung, ferner wird eine gesetzliche Grundlage für die bereits bestehenden Talentklassen Musik und Sport geschaffen. Festgelegt wird auch, dass die Sekundarschulen zweisprachige Klassen führen können.

(sda)

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Juli 2022 10:13
aktualisiert: 14. Juli 2022 10:23
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