Schwyz

Mehr Geld für neue Heizungen und Gebäude-Isolationen

7. Januar 2021, 11:37 Uhr
Der Einsatz von Heizsystemen wie Luftwärmepumpen wird im Kanton Schwyz stärker gefördert. (Symbolbild)
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Wer im Kanton Schwyz Gebäude besser dämmt oder seine alte Heizung durch eine mit erneuerbaren Energien ersetzt, kann 2021 mit deutlich höheren Beiträgen rechnen. Möglich wird das dank der Zustimmung des Stimmvolks zum neuen Förderprogramm im vergangenen November.

Das über vier Jahre dauernde kantonale Energieförderprogramm sieht insgesamt zehn Millionen Franken aus dem ordentlichen Staatsbudget vor. Mit den zusätzlichen Mitteln wolle er den Anreiz für eine Gebäudesanierung deutlich steigern, teilte der Schwyzer Regierungsrat am Donnerstag mit.

So verdoppelt er den Beitrag an die Sanierung der Gebäudehülle von 40 auf 80 Franken pro Quadratmeter Dämmfläche. Weil er auch deutlich mehr Fördergeld für den Ersatz von Öl-, Erdgas- und Elektroheizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien bereitstelle, würden letztere wirtschaftlicher als fossile Heizungen.

So zahlt der Kanton etwa 6000 Franken, wenn eine Ölheizung in einem Einfamilienhaus durch eine Luft-Wasserwärmepumpe ersetzt wird. Auch für Beratungsangebote für Gebäudebesitzer, die Energie sparen wollen, steht Geld zur Verfügung.

Gratis-Beratung für neue Heizung

Eine Impulsberatung zum Heizungsersatz durch akkreditierte unabhängige Energieberater unterstützt der Kanton neu mit 500 Franken. Das entspreche etwa den Vollkosten der Beratung, wenn ein Heizungsersatz geplant sei, hiess es beim Kanton auf Anfrage. Bislang habe der Kanton 350 Franken übernommen.

Weiterhin rund die Hälfte der Kosten übernimmt der Kanton für das Erstellen eines Gebäudeenergieausweises mit Beratungsbericht (GEAK-Plus). Ein solcher stehe meist am Anfang einer Gesamtsanierung, zeige verschiedene Varianten auf bezüglich energetischem Vorgehen und bringe am Ende wirtschaftlichen Profit.

Die Regierung, die sich gegen die Ausweitung des Förderprogramms ausgesprochen hatte, hält in der Mitteilung fest, es bestehe ein erhebliches Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduktion der CO2-Emissionen. Die Gebäude seien für rund ein Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. Januar 2021 11:20
aktualisiert: 7. Januar 2021 11:37