Kantonsrat SZ

Private Mittelschulen im Kanton Schwyz auf dem Prüfstand

25. Juni 2020, 13:59 Uhr
Das Theresianum Ingenbohl ist eine von drei privaten Mittelschulen im Kanton Schwyz, für die mehr Kantonsbeiträge gefordert werden. (Archivbild)
© KEYSTONE/SIGI TISCHLER
Das Schwyzer Kantonsparlament befürwortet eine Überprüfung der Kantonsbeiträge an die privaten Mittelschulen. Diese sind in ihrer Existenz bedroht, wie es in einem Vorstoss heisst.

In einer Motion forderten ein CVP-Kantonsrat und 37 Mitunterzeichner «existenzsichernde Beiträge des Kantons Schwyz an die öffentlichen Mittelschulen mit privater Trägerschaft». Die Motionäre sorgen sich um die Zukunft der Stiftschule Einsiedeln, des Gymnasiums Immensee sowie des Theresianums Ingenbohl.

In der Kantonsratsdebatte am Donnerstag stiess der überparteiliche Vorstoss zwar auf Verständnis, aber auch auf viel Kritik. Etwa weil die Forderung nach existenzsichernden Beiträgen zu weit gehe. Vielmehr müsse die Höhe der Kantonsbeiträge in «angemessener Weise» den durch die Schwyzer Schüler entstehenden Betriebskosten entsprechen.

Motion in Postulat umgewandelt

Im Kantonsrat wurde auch die Frage aufgeworfen, ob es im kleinen Kanton Schwyz wirklich fünf Mittelschulen, zwei öffentliche und drei private, brauche. «Ob nun die Schulen selbst oder die Nachfrage das Problem darstellen, soll zuerst geklärt werden», meinte eine Sprecherin der FDP.

Wie der Regierungsrat zeigte sich auch der Kantonsrat nach längerer Diskussion bereit, die bestehende Beitragsregelung für die privaten Mittelschulen einer «vertieften Prüfung» zu unterziehen. Das Parlament stimmte zunächst klar der Umwandlung der Motion in ein Postulat zu, und erklärte dieses dann mit 62 zu 27 Stimmen erheblich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Juni 2020 13:59
aktualisiert: 25. Juni 2020 13:59