Coronavirus - Schweiz

Schwyz kann Investitionen nicht kurzfristig hochfahren

6. August 2020, 10:35 Uhr
Der Kanton Schwyz fährt seine Investitionen in Hochbauten und in Strassenprojekte trotz der Krise nicht hoch. (Symbolbild)
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Um die unter der Coronakrise leidende Konjunktur anzukurbeln, kann der Kanton Schwyz nicht kurzfristig seine Investitionen hochfahren. Dies schreibt das Baudepartement am Donnerstag zu einer entsprechenden Anregung der SP. Es begründete dies unter anderem mit der komplexen Planung der Projekte und mit den Einsprachemöglichkeiten.

Kantonsrat Leo Camenzind (SP) wollte mit einer kleinen Anfrage in Erfahrung bringen, ob der Kanton nicht kurz- und mittelfristig die jährlichen Investitionen hochfahren könnte. Er erinnerte daran, dass der Kanton in der Vergangenheit seine Investitionsziele verfehlt habe. Investitionen hätten aber grosse Auswirkungen auf die Situation der Unternehmen und des Arbeitsmarkts.

Das Baudepartement hält fest, dass eine kurz- und mittelfristige Steigerung des Investitionsvolumens kaum möglich sei. Der Prozess von der Planung bis zur Ausführung eines Bauprojekts sei komplex und langwierig, dies auch wegen der Einsprachemöglichkeiten oder wegen Landerwerbsverhandlungen. Es lägen auch keine Personalressourcen brach, die sofort für zusätzliche Projekte eingesetzt werden könnten.

Zudem will das Baudepartement, dass situations- und sachgerecht geplant und gebaut wird. Es würden in der Regel keine Projekte vorsorglich für die Schublade geplant, um sie dann kurzfristig bei der nächsten Krise umzusetzen, teilte es mit.

Weiter schrieb das Baudepartement, dass die Baubranche auch in der Krise mehr oder weniger voll habe durcharbeiten können. Probleme habe es etwa wegen Lieferengpässen gegeben oder weil Arbeiter aus dem Ausland nicht hätten einreisen können.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. August 2020 10:47
aktualisiert: 6. August 2020 10:35