Kriminalität

Über 6 Prozent weniger Straftaten im Kanton Schwyz

30. März 2020, 12:01 Uhr
Die Cyberkriminalität nahm im Kanton Schwyz stark zu. (Symbolbild)
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Im Kanton Schwyz ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr gesunken. Rückläufig waren die Straftaten gegen das Straf- und Betäubungsmittelgesetz. Die Cyberkriminalität sowie Delikte gegen die sexuelle Integrität hingegen nahmen stark zu.

Insgesamt wurden im Kanton Schwyz 2019 5602 Straftaten erfasst, teilte die Kantonspolizei Schwyz am Montag mit. Im schweizweiten Vergleich gehöre Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch zu den vier sichersten Kantonen.

Markant stieg die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität an. Und zwar um 36 auf 112 Delikte. Das ist ein Plus von 47,4 Prozent. Die Aufklärungsquote liegt bei 89,3 Prozent. Pornografische Delikte stiegen um 95,5 Prozent auf 43 Straftaten.

Nach dem Aufbau des Fachbereichs Cybercrime wurde 2019 erstmals die Straftaten erfasst. Es waren 420. 252 waren Betrugsfälle. Die Deliktsumme betrug total knapp 9 Millionen Franken.

Bei den Cybercrime dominiert die Wirtschaftskriminalität.

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Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei ein vollendetes Tötungsdelikt. Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen stieg die Deliktszahl von 92 auf 97 Straftaten. Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen stiegen von sieben auf neun. Die Aufklärungsquote lag hier wie im Vorjahr bei 100 Prozent. Insgesamt gab es 12 Raubüberfälle, fünf mehr als 2018.

Eine leichte Abnahme konnte die Polizei bei der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz registrieren. sie sank um 64 auf 1003 Delikte. Stark zurück ging die Anzahl Straftaten beim Handel in schweren Fällen zurück. Es wurden nur noch acht Delikte verzeichnet und damit eine Reduktion von 50 Prozent erreicht.

Konstant blieben die Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz. Und Jugendliche begingen weniger Straftaten.

Quelle: Kanton Schwyz
veröffentlicht: 30. März 2020 12:02
aktualisiert: 30. März 2020 12:01