Negative Folgen

Ukraine-Krieg lässt Preise steigen – auch bei der Futterproduktion

19. März 2022, 16:36 Uhr
Der Ukraine-Krieg bringt auch die Landwirtschaft in Europa aus dem Gleichgewicht. Das Angebot und die Nachfrage stimmen bei gewissem Getreide überhaupt nicht mehr. Dies bekommen auch Tierfutter-Produzenten aus der Zentralschweiz zu spüren.

Quelle: Tele 1

Getreide ist derzeit ein wertvolles und seltenes Gut. Denn die Ukraine, die ein wichtiger Getreideproduzent ist, steckt mitten im Krieg mit Russland. Deshalb kommen die Lieferketten ins Stocken. Die LG Rigi bezieht zwar die meisten Rohstoffe für ihr Tierfutter aus der Schweiz. Dennoch spürt auch Toni Matter eine gewisse Abhängigkeit vom internationalen Markt.

«Wir sind extrem gefordert. Wir müssen schauen, wo wir überhaupt noch Getreide einkaufen können», sagt der Geschäftsführer der LG Rigi. Da das Schweizer Getreide aus dem Jahr 2021 mittlerweile aufgebraucht ist, ist auch die Firma aus dem Kanton Schwyz mehr denn je auf Importe angewiesen.

Thomas Kopp vom Verband des Schweizerischen Getreide- und Futtermittelhandels will allerdings noch nicht den Teufel an die Wand malen. Mit einer Versorgungsknappheit sei noch nicht zu rechnen, sagt er. Aber weil die Preise für Getreide mittlerweile so hoch sind, funktioniere die Regulierung der Importpreise nicht mehr.

Deshalb müssen Tierfutterproduzenten wie Toni Matter aktuell mehr bezahlen, damit sie überhaupt noch die notwendigen Getreidesorten erhalten. Diese Preiserhöhung dürfte sich früher oder später auch bei anderen Produkten wie Fleisch bemerkbar machen. Denn die LG Rigi kann die höheren Getreidepreise nicht selbst tragen, sondern gibt diese an die Bauern weiter.

(red.)  

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. März 2022 08:15
aktualisiert: 20. März 2022 08:15
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