Schwyz-Uri

«Verkehr wird behindert»: Ärger über Häufung von Tempo-30-Zonen

26.04.2023, 08:31 Uhr
· Online seit 26.04.2023, 08:22 Uhr
An der Generalversammlung der Automobilclub-Sektion Schwyz-Uri regten sich die Mitglieder unter anderem über die flächendeckenden 30er-Zonen auf. Zudem wurde auch über die Axenstrasse diskutiert.
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In seinem Jahresbericht ging Präsident Beat Studer vor allem auf das 125-Jahr-Jubiläum des Automobilclubs Schweiz ein, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt. Freudig stimmte ihn die Lichtanlage bei der Autobahnausfahrt in Küssnacht, die zu einer «massiven Verbesserung» des Verkehrsflusses führe, die fortschreitenden Arbeiten an der zweiten Gotthardtunnelröhre sowie das grüne Licht für den Ausbau der Axenstrasse.

«Verkehr wird behindert»

Studer übte aber auch Kritik: «Unser Staat schickt Milliarden von Franken als Entwicklungshilfe ins Ausland, während der rasche Ausbau der Autobahnen auf sechs Spuren angeblich wegen Geldmangel verzögert wird.»

Ebenfalls ein Ärgernis für die Automobilfreunde seien die teilweise flächendeckenden 30er-Zonen, die zunehmend zu sehen seien. «Inzwischen hat der Wind etwas gedreht. Sogar die Grünen sind mittlerweile dagegen, weil der öffentliche Verkehr dadurch behindert wird und nicht mehr effizient sein kann», so der Präsident. Mühe bekundete Studer auch mit den «Schikanen» für die älteren Verkehrsteilnehmer. «Lassen wir den Automobilisten so lange wie möglich, auch im Alter, den Führerausweis.»

Nicht nur in Schwyz und Uri ein Ärgernis

Der Automobilclub-Sektion Schwyz-Uri ist nicht alleine mit dem Ärgernis über vermehrte 30er-Zonen. Im Kanton Luzern hat die SVP im Februar eine Volksinitiative lanciert, um Tempo 30 auf Kantonsstrassen zu verhindern. Das Argument der Tempo-30-Befürworter, dass langsam fahrende Autos weniger Lärm verursachten als schneller fahrende, ist für die SVP nur ein Vorwand. Sie befürchtet weiter, dass Tempo 30 die Busse behindere und den Verkehr auf Quartierstrassen verlagere.

Im Kanton Zug haben die Stimmberechtigten der Gemeinde Neuheim erst vor gut einem Monat mit einem Nein-Stimmenanteil von 65 Prozent geplante 30er-Zonen abgelehnt.

veröffentlicht: 26. April 2023 08:22
aktualisiert: 26. April 2023 08:31
Quelle: Luzerner Zeitung

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