Immensee

Verstümmelte und schwer misshandelte Katze vor die Haustür gelegt

19. November 2020, 17:53 Uhr
Der Kater Leo wurde von einem Unbekannten schwer misshandelt und gequält.
© zVg
Es war ein Schock für die Familie Meier aus Immensee, als sie am vergangenen Samstagmorgen ihren achtjährigen Kater Leo tot vor der Haustür entdeckten. Sie vermuteten, dass ihre Hauskatze unter die Räder eines Autos geraten war. Dies war aber nicht der Fall.

«Mein erster Gedanke war: Oh nein, Leo ist überfahren worden,» berichtet Patrik Meier gegenüber PilatusToday. Aber nach einigen Minuten sei ihm das ganze komisch vorgekommen. Das Tier lag schön drapiert vor der Haustür und – «Es war kein Blut zu sehen.»

Als die Familie ihren toten Kater bei einer Tierarztpraxis vorbeibrachten, wurde ihr Verdacht bestätigt: «Der Tierarzt hat gesagt, dass die Verletzung von Leo sicher nicht von einem Unfall stammen, sondern massive Gewalt angewendet wurde, die nur von einem Menschen stammen kann.» Der Familie wurde vom Tierarzt nahegelegt, dass sie Anzeige erstatten sollen.

Kantonspolizei Schwyz bestätigt Anzeige 

Die Kantonspolizei Schwyz bestätigte eine Anzeige im Zusammenhang mit einer toten Katze, wie Mediensprecher Florian Grossmann sagt. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

In der Zwischenzeit hat die Familie auf Facebook den Vorfall öffentlich gemacht. «Wir sind traurig, fassungslos, wütend und entsetzt, dass Menschen zu so etwas fähig sind,» schreibt Daniela Meier in ihrem Facebook-Post.

Der Post schlug hohe Wellen und die Reaktionen waren überwältigend. «Es ist sehr emotional, wir fühlen uns gestärkt und getragen», erzählt Patrik Meier. Ihr Ziel mit dem Aufruf sei aber nicht Mitleid, sondern Prävention. Sie möchten die Leute wecken und ihnen raten, auf ihre Haustiere aufzupassen und aufmerksam zu sein. «Wir leiden darunter, aber wir wollen die Wut in Energie umsetzen», so Meier weiter. Durch ihren Gang an die Öffentlichkeit will die Familie Druck ausüben und dem unbekannten Täter zeigen: «Jetzt gilt es ernst». Auch sei ihnen nach dem Aufruf weitere Vorfälle in der Umgebung zu Ohren gekommen.

(hch)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. November 2020 17:44
aktualisiert: 19. November 2020 17:53