Schwyz

Verwirrung um Postleitzahl nach Namensabstimmung in Ingenbohl

14. Oktober 2020, 12:01 Uhr
Verwirrungspotenzial: Die Gemeinde Ingenbohl mit dem Ortsteil Brunnen (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Wer einen Brief nach Ingenbohl versenden will, muss die Adresse auch künftig mit «6440 Brunnen» versehen. Nachdem das Stimmvolk es abgelehnt hatte, die Gemeinde Ingenbohl in Brunnen umzubenennen, herrschte eine Verunsicherung bezüglich der Postleitzahl.

Die Verwirrung dürfte auf eine Anfrage aus der Bevölkerung zurückzuführen sein, teilte die Gemeinde Ingenbohl am Mittwoch mit. So habe eine Person bei der Gemeindeverwaltung den Anspruch gestellt, frei zwischen 6440 Brunnen oder 6440 Ingenbohl auswählen zu können.

Der Gemeinderat habe diese Frage abgeklärt und sich gegen die Einführung einer Auswahlmöglichkeit entschieden. Es bestehe keine Notwendigkeit dazu. Überdies müsste laut der Post eine klar definierte Gebietszuteilung zwischen Brunnen und Ingenbohl erfolgen, was zu einem grossen Aufwand führen würde.

Der Gemeinderat hält fest: «Die Ortschaft der Gemeinde heisst und bleibt 6440 Brunnen.» Auf Anfrage hiess es bei der Gemeinde, man führe derzeit auch Gespräche mit dem Suchmaschinenanbieter Google, der noch die falsche Kombination verwende.

Die Gemeinde am Vierwaldstättersee besteht aus dem kleinen, kirchlich geprägten Ingenbohl und dem deutlich grösseren einstigen Tagsatzungsort, Warenumschlagplatz und heutigen Ausflugsziel Brunnen. Aus historischen Gründen heisst die Gemeinde Ingenbohl, viele Auswärtige wissen nicht, dass Brunnen ein Teil davon ist. Im Februar war der Vorschlag an der Urne klar gescheitert, die Gemeinde auf Brunnen umzutaufen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Oktober 2020 12:01
aktualisiert: 14. Oktober 2020 12:01