Listerienbefall

Wegen tödlicher Listerienfälle: Strafverfahren gegen Schwyzer Käser eröffnet

27. August 2020, 11:53 Uhr
Gegen die Schwyzer Käserei wurde ein Strafverfahren eröffnet. (Symbolbild)
Anfangs Mai wurden in einer Schwyzer Käserei bei einer internen Untersuchung Listerien festgestellt. Daraufhin wurden die Abnehmer informiert und die Käserei geschlossen. Trotzdem erkrankten 34 Personen an einem verunreinigten Produkt, zehn davon verstarben.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Innerschwyz ein Strafverfahren gegen den Betreiber der Käserei eröffnet. Wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilt, besteht der Verdacht auf mehrfache fahrlässige Tötung, mehrfache fahrlässige Körperverletzung sowie Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz.

34 Erkrankungen, zehn davon tödlich

Mutmasslich 34 Erkrankungen können auf den Listerien-Stamm zurückgeführt werden, wie er im Brie der Käserei nachgewiesen wurde. Dies ergaben Analysen im Auftrag des Bundes. Laut Strafanzeige seien zehn der 34 Erkrankten verstorben.

Bereits Mitte Juli hatte ein Kantonschemiker der Urkantone eine Strafanzeige eingereicht wegen Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz. Auch hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV im Mai davor gewarnt, die betroffenen Produkte zu konsumieren. Nun untersucht die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Kantonspolizei Schwyz, ob der Betriebsinhaber für die Erkrankungen verantwortlich ist und gegen das Lebensmittelgesetz verstossen hat.

Bei der betroffenen Käserei handelt es sich um die inzwischen geschlossene Käserei Vogel aus Steinerberg SZ. Für den Betreiber gilt die Unschuldsvermutung.

(hch/hto)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. August 2020 08:51
aktualisiert: 27. August 2020 11:53