Immobilien

Wohneigentum ist 2021 im Kanton Schwyz markant teurer geworden

19. April 2022, 11:11 Uhr
In keinem anderen Kanton haben sich 2021 die Einfamilienhäuser so stark verteuert wie in Schwyz. Die Preise für mittlere Einfamilienhäuser seien innert Jahresfrist um fast 15 Prozent gestiegen, teilte die Schwyzer Kantonalbank mit. Dafür verantwortlich sei die grosse Nachfrage und das knappe Angebot.
Küssnacht gehört zu den Schwyzer Gemeinden mit den höchsten Immobilienpreisen. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Auf dem Baumarkt tue sich wenig, teilte die Kantonalbank mit. 2021 sei nur rund für 150 Einfamilienhäuser eine Baubewilligung erteilt worden. Entsprechend angespannt sei der Markt.

Dies zeigt sich in der Angebotsziffer, die das Verhältnis der zum Verkauf angebotenen Einfamilienhäuser zum Bestand ausdrückt. Dieser Wert lag im zweiten Halbjahr 2021 Kanton Schwyz bei 1,1 Prozent, im Schweizer Mittel betrug er 2,3 Prozent.

Nach einem Monat verkauft

Entsprechend kurz sind die Einfamilienhäuser im Kanton Schwyz zum Verkauf ausgeschrieben. Die mittlere Insertionsdauer liege bei 32 Tagen, teilte die Kantonalbank mit. Dies sei halb so lang wie vor der Pandemie und wie der nationale Durchschnitt. Es sei weiterhin mit steigenden Einfamilienhauspreisen zu rechnen.

Auch die Preise für Eigentumswohnungen stiegen 2021 im Kanton Schwyz stark an. Eine Wohnung im mittleren Segment habe sich um neun Prozent oder rund 100'000 Franken verteuert, teilte die Kantonalbank mit. Die Unterschiede zwischen den Regionen sei aber gross.

Bei den Eigentumswohnungen lag die Angebotsziffer im vierten Quartal 2021 bei 1,7 Prozent. Mit einer Entspannung rechnet die Kantonalbank nicht.

Die grosse Nachfrage nach Eigentumswohnungen führt die Kantonalbank auch auf die Pandemie zurück. Das Thema Wohnkomfort habe an Stellenwert gewonnen. Zudem seien die Finanzierungskonditionen bis anhin vorteilhaft gewesen und hätten die Nachfrage angeheizt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. April 2022 11:11
aktualisiert: 19. April 2022 11:11
Anzeige