Hochwasser Uri

«Sind mit einem blauen Auge davon gekommen»

4. Oktober 2020, 20:05 Uhr
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Quelle: Luzerner Zeitung

Ein Unwetter, das es so nur alle 30 bis 50 Jahre gibt, hat Uri am Samstag heimgesucht. Die Reuss tobte wild in der Schöllenen-Schlucht und trat schliesslich in Seedorf und Attinghausen über die Ufer. Schaden an der Infrastruktur gebe es keinen, sagt Polizeikommandant der Kantonspolizei Uri, Reto Pfister.

Das Erste mal vorweg: Bis auf die Pässe sind alle Strassen im Kanton Uri wieder befahrbar. Dies, nachdem unter anderem die Autobahn wegen Hochwasser bis am Abend gesperrt war.

Man sei mit einem blauen Auge davon gekommen, sagt Reto Pfister, Kommandant der Kantonspolizei Uri auf Anfrage von PilatusToday und Tele1 am frühen Morgen. Die Reuss trat auf einer Strecke von 1,5 Kilometern über die Ufer und auf die Autobahn, so Pfister weiter.

30 Personen und 12 Maschinen reinigten die Autobahn

Deshalb dauerte das Aufräumen seine Zeit: «Die Leitungen und Schächte entlang der Autobahn sowie die Autobahn selbst mussten penibel gereinigt werden. Mit dem Wasser kam viel Schwemmholz und Dreck, es bildete sich eine Lehmschicht auf der Strasse, die man aufweichen musste, um sie zu beseitigen.» Rund 30 Personen und 12 Maschinen seien dafür im Einsatz gestanden.

Das Hochwasserschutzkonzept, dass der Kanton in den vergangenen Jahren mit viel Geld und Geld erarbeitet hatte, funktionierte. «Wir haben keine Schäden an der Infrastruktur.» Nur dass der Verkehr aufgrund der Umleitung des Wassers auf die Autobahn lahm gelegt war, ist ein Wehrmutstropfen. Durch diese Massnahme allerdings wurden die umliegenden Dörfer geschützt.

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Quelle: tele1

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. Oktober 2020 06:18
aktualisiert: 4. Oktober 2020 20:05