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So sollen in Zukunft Suizidversuche verhindert werden

9. August 2022, 08:31 Uhr
Suizidgedanken sind ein grosses Tabuthema. Viele Menschen sind in der Schweiz betroffen. Pro Jahr kommt es zu rund 33'000 Suizidversuchen. Damit diese Zahl kleiner wird, rief unter anderem die Luzerner Psychiatrie LUPS das Projekt SERO ins Leben. Im Rahmen dieses Projektes haben wir mit zwei Betroffenen über ihre Geschichte gesprochen.
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Oft geschieht ein Suizidversuch in einem psychischen Ausnahmezustand. Die meisten suizidgefährdeten Personen wollen nicht sterben, halten aber das Leben im Moment nicht aus, wie die Projektverantwortlichen von SERO in einer Mitteilung schreiben. Die Krisen seien meistens vorübergehend und jede und jeder kann davon betroffen sein.

Das ist und will SERO

SERO steht für Suizidprävention Einheitlich Regional Organisiert. SERO will gefährdeten Menschen als auch Angehörigen und Fachpersonen die nötigen Instrumente geben, um solche dunklen Zeiten im gemeinsamen Dialog zu meistern. Das Projekt habe zum Ziel, Suizide und Suizidversuche im Versorgungsgebiet der Luzerner Psychiatrie zu reduzieren. Es läuft für vier Jahre in den Kantonen Luzern, Obwalden und Nidwalden.

Auf 1'000 Suizide, die sich jährlich in der Schweiz ereignen, kommen 33'000 Suizidversuche. 13 Prozent aller Patienten der Luzerner Psychiatrie weisen beim Eintritt oder beim Erstkontakt ein hohes bis sehr hohes Suizid-Risiko auf.

Im Tele 1-Beitrag erzählt ein Experte des LUPS, wie gross das Problem der Suizidversuche ist, was heute fehlt und in welchem Bereich nun das Präventionsprojekt SERO ansetzen will. Und die betroffenen Personen, Daniel Janisch und Anita Bättig, erzählen von ihren schwierigen Zeiten – und warum sie heute offen darüber reden können.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. Juli 2022 05:50
aktualisiert: 9. August 2022 08:31
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