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Zentralschweizer Skigebiete

Stoos: «Wir haben uns überlegt, Skifahren mit T-Shirt anzubieten»

30. Dezember 2021, 18:37 Uhr
Dieses Jahr kam der Winter früh. Schon im November gelangte der Schnee bis in tiefe Lagen. Ganz zur Freude der Skigebiete. Auch wenn wegen Corona auf den Bahnen und in den Gondeln Maskenpflicht und in den Restaurants 2G gilt, sind die Betreiber der Skigebiete mit dem Start zufrieden.
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In Andermatt freuen sich die Betreiber über viele Besucherinnen und Besucher. Die Corona-Regeln hätten sich recht gut eingependelt, sagen die Verantwortlichen der Andermatt-Bergbahnen auf Nachfrage von PilatusToday und Tele 1. Hotels und Ferienwohnungen seien praktisch ausgebucht. Beim bekannten Hotel «Chedi» gebe es gar Wartelisten.

Gerade in der Weihnachtswoche verzeichnen einige Skigebiete in der Zentralschweiz eine erfreuliche Bilanz. «Wir hatten Schnee in Hülle und Fülle und das Wetter war tipptopp», so der Geschäftsführer der Bergbahnen Klewenalp-Stockhütte, Heinz Rutishauser. Am 24. Dezember selber sind zwar etwas weniger Besucher als in den Vorjahren registriert worden, das ist aber laut Rutishauser den letzten Weihnachtseinkäufen geschuldet und war zu verkraften. Auch auf dem Stoos freut man sich über den regen Besuch über die Festtage: «All unsere Ferienhäuser und Wohnungen sind ausgebucht. Einzig das Wetter dürfte etwas kälter sein. Wir haben uns schon überlegt, ein Skifahren im T-Shirt zu organisieren», schmunzelt der Geschäftsführer der Stoosbahnen, Marco Langenegger.

Engelberg und Sörenberg mässig zufrieden

In Engelberg ist man mit dem Start der Skisaison mässig zufrieden. Es fehlten immer noch die ausländischen Gäste, die für die Region sehr wichtig seien, so der Tenor aus dem Obwaldner Berggebiet. Auch in Sörenberg hätten die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr besser laufen können. Die Tage vor Weihnachten seien aber durchaus zufriedenstellend gewesen, heisst es auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1. Trotzdem: Man bleibe optimistisch und freue sich auf die Tage über Silvester und das neue Jahr.

Lawinengefahr steigt überall

Aller Vorfreude zum Trotz, ganz unproblematisch ist die Lage auf und neben den Skipisten aktuell nicht. Denn der viele Schnee im Dezember, kombiniert mit dem Regen und den hohen Temperaturen, erhöht jetzt in fast allen Skigebieten der Zentralschweiz die Lawinengefahr. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung schätzt die Lawinengefahr im Alpenraum als erheblich bis gross ein – die zweithöchste Warnstufe. Auch auf dem Stoos wurde die Lawinen-Gefahrenstufe auf 4 von 5 gesetzt. «Wir denken, dass die Lawinengefahr in den nächsten Wochen sinkt, da es wieder kühler wird», so Marco Langenegger.

(str)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. Dezember 2021 18:12
aktualisiert: 30. Dezember 2021 18:37