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Kontrovers bei Tele 1

Trinkwasser-Initiative: Es prallen Welten aufeinander

Urs Schlatter, 10. Mai 2021, 18:48 Uhr
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Quelle: Tele 1

Mehr Biodiversität, weniger Pestizid und Antibiotika – die Trinkwasser-Initiative will die Bauern vermehrt in die Verantwortung nehmen. Diese sind der Meinung, dass die Landwirtschaft schon jetzt genügend Umwelt-Auflagen erfüllt.

Verzicht auf Pestizide, weniger Antibiotika und Tierfutter vom eigenen Hof – dies fordert die Trinkwasser-Initiative. Halten Landwirte diese Vorgaben nicht ein, sollen die Subventionen gestrichen werden. Den Bauern gehen diese Forderungen zu weit. Sie würden schon heute zahlreiche Umweltauflagen erfüllen, welche mit dem ökologischen Leistungsnachweis verlangt werden, sagen die Landwirte und bezeichnen die Trinkwasser-Initiative als extrem und gefährlich.

Bei diesem Abstimmungsgeschäft am 13. Juni geht es um Landwirtschafts-Subventionen in der Höhe von rund 2,8 Milliarden Franken. Entsprechend hoch gehen auch die Emotionen. Die Initianten behaupten, dass mit der heutigen Praxis die Umweltzerstörung subventioniert werde. In der Schweiz trinken schon heute eine Million Menschen pestizidbelastetes Trinkwasser.

Die Gegner weisen darauf hin, dass bei einem Ja zur Trinkwasser-Initiative einerseits mehr landwirtschaftliche Produkte importiert würden. Andererseits würden viele Bauern ganz einfach auf Subventionen verzichten und den Ertragsausfall stattdessen mit einer noch intensiveren Landwirtschaft kompensieren. So würde mit der Initiative genau das Gegenteil erreicht, nämlich eine noch grössere Umweltbelastung.

In der Sendung Kontrovers (siehe Video oben) diskutieren der Luzerner Nationalrat Michael Töngi von den Grünen und der Schwyzer SVP-Nationalrat Marcel Dettling über die Trinkwasser-Initiative.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Mai 2021 18:44
aktualisiert: 10. Mai 2021 18:48