Verkehrspolitik

122 Millionen Franken für Zentralschweizer Agglomerationsprojekte

10. Juni 2022, 17:59 Uhr
Der Bund will Verkehrsprojekte in den Agglomerationen von vier Zentralschweizer Kantonen finanziell unterstützen. Luzern, Zug, Schwyz und Uri kämen in den Genuss von insgesamt 122 Millionen Franken. Zurückgestuft wurden drei grössere Projekte in Emmen und Luzern.
Die Stadt Luzern - hier die Seebrücke - soll mit dem Umfahrungsprojekt Bypass vom Verkehr entlastet werden, argumentiert das Ja-Komitee. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Der Bundesrat hat am Freitag das Agglomerationsprogramm der vierten Generation in die Vernehmlassung geschickt. Er schlägt vor, schweizweit Bauvorhaben im Umfang von 1,4 Milliarden Franken zu unterstützen.

Zu den Nutzniessern in der Zentralschweiz gehört der Kanton Luzern, der 57 Millionen Franken an Bundesbeiträgen erhalten soll, der Kanton Zug mit 40 Millionen Franken, der Schwyzer Talkessel mit 22 Millionen Franken und das Untere Reusstal im Kanton Uri mit vier Millionen Franken.

Velowege erhalten Geld

Im sogenannten A-Topf ist etwa die Umgestaltung der Südallee in Kriens, zu der der Bund sechs Millionen Franken beisteuern will. Über zehn Millionen Franken soll der Kanton Luzern zudem für drei Velowegprojekte in Rothenburg, Dierikon/Udligenswil und der Stadt Luzern erhalten.

Als noch nicht unterstützungswürdig betrachtet der Bund dagegen drei Projekte, die der Kanton Luzern im A-Topf eingereicht hat. So landen etwa die Umfahrung in Emmen sowie die Optimierung des Gesamtverkehrssystems Schlossberg in der Stadt Luzern im C-Topf, wie es beim Bund auf Anfrage hiess. Gründe für die Umpriorisierung seien der Planungsstand, die Bau- und Finanzreife oder das Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Seeweg in Oberägeri

Profitieren würde dagegen Oberägeri, einerseits mit einer Aufwertung der Strassenräume für 3,5 Millionen Franken und anderseits mit einem Zustupf von 4,3 Millionen Franken an den Seeweg zwischen Unter- und Oberägeri. Im Kanton Schwyz wiederum sollen über sieben Millionen Franken in den Bushof Seewen und den Bahnhof Brunnen fliessen.

Nur zweite Priorität, und damit allenfalls eine spätere Umsetzung, misst der Bund einer Aufwertung des Knotens Rossgiessen in Schattdorf bei. Auch die Aufwertung des Bahnhofs Steinhausen landet im C-Topf. Die Vernehmlassung dauert bis am 9. September.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Juni 2022 17:59
aktualisiert: 10. Juni 2022 17:59
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