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Unwetter

Autobahn A2 in Uri wegen Hochwassergefahr gesperrt

13. Juli 2021, 16:23 Uhr
Der Kanton Uri hat am Dienstagmittag wegen des Hochwassers der Reuss die Autobahn A2 zwischen Flüelen und Amsteg gesperrt. Bislang sei aber kein Wasser auf die A2 geflossen, teilte die Kantonspolizei am Nachmittag mit. Einzelne Häuser seien aber vorsorglich evakuiert worden.
Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) hat wegen Hochwassergefahr den Betrieb zwischen Realp und Andermatt UR eingestellt. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Weil es seit dem frühen Dienstagmorgen im Kanton Uri sehr stark regnete und die Reuss viel Wasser führte, hat die Kantonspolizei am Mittag vorsorglich die A2 zwischen Flüelen und Amsteg gesperrt. Zudem nahm sie die Hochwasserentlastungsanlagen in Betrieb. Diese leiteten die Wassermassen der Reuss kontrolliert ab, teilte die Polizei mit.

Das Hochwasser der Reuss kann auch über die Autobahn abgeleitet werden. Dies wurde etwa im Oktober 2020 gemacht. Bisher sei aber kein Wasser auf die Autobahn gelangt, teilte die Kantonspolizei mit.

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Quelle: Leservideo

Sperrung der Autobahn führt zu Verkehrschaos

Die Sperrung der Autobahn zwischen Flüelen und Amsteg hatte Auswirkungen auf den Nord-Süd-Verkehr. Der Seelisbergtunnel, der von Nidwalden her Richtung Flüelen führt, wurde Richtung Süden gesperrt. Wer mit dem Auto von Tessin Richtung Norden fahren wollte, musste die San-Bernardino-Route wählen. Die Axenstrasse, die Brunnen SZ mit Flüelen verbindet, wurde für Lastwagen gesperrt.

Meldungen zu grösseren Rutschungen gingen bei der Urner Polizei bis am Nachmittag nicht ein. Wegen kleineren Erdrutschen gesperrt werden musste lediglich die Strasse zwischen Hospental und Realp. Im Urserental stellte, weil die Reuss Hochwasser führte, zudem die Matterhorn Gotthard Bahn vorsorglich ihren Betrieb ein.

Pässe werden wegen Schneefall gesperrt

Mit dem regnerischen Wetter sank die Schneefallgrenze auf 2100 Meter. Der Strassen über den Furka-, den Susten- und den Gotthardpass wurden in der Folge wegen Schneefalls geschlossen.

In Seedorf, Schattdorf und Erstfeld wurden vorsorglich einzelne Häuser evakuiert. Die Behörden rechnen im Kanton Uri damit, dass die starken Niederschläge am späten Nachmittag etwas nachlassen und sich die Situation etwas entspannen könnte.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. Juli 2021 16:23
aktualisiert: 13. Juli 2021 16:23