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Eröffnung nicht vor 2031

Bau der neuen Axenstrasse dürfte noch Jahre dauern

2. September 2021, 18:24 Uhr
Mit dem Bau der neuen Axenstrasse zwischen den Kantonen Uri und Schwyz geht es in kleinen Schritten weiter. Zwar ist noch immer eine Beschwerde der Umweltschützer hängig. Trotzdem können Teile davon bereits gebaut werden, so zum Beispiel die Galerie Gumpisch.
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Quelle: Tele 1

Die beiden Kantone planen im Auftrag des Bundes die neue Verbindung mit zwei Tunneln zwischen Ingenbohl SZ und Flüelen UR am Vierwaldstättersee. Die Baubewilligung vom April 2020 haben Umweltverbände beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Sie befürchten einen Kapazitätsausbau, weil neben der bestehenden Axenstrasse eine neue Route gebaut würde.

Der Schwyzer Baudirektor André Rüegsegger sagte am Donnerstag vor den Medien, es gebe keinen Kapazitätsausbau, da die neue Axenstrasse im Gebiet Gumpisch auf die bestehende Axenstrasse zurückgeführt werde. Die neue Strasse sei nötig, da die ganze Strecke naturgefahrenmässig sehr labil sei. «Hier muss man endlich eine dauerhafte, verlässliche Lösung finden.»

Das Gericht hatte für einige Teilprojekte der neuen Axenstrasse bereits die aufschiebende Wirkung entzogen. So wurden etwa Ersatzbiotope in Ingenbohl erstellt. Weil bei einem Bau der neuen Axenstrasse bestehende Amphibien-Laichgebiete betroffen wären, müssen diese vorgängig umgesiedelt werden.

Eröffnung frühestens im Jahr 2031

Am 20. September starten zudem die Bauarbeiten für ein Kabeltrasse zur Baustromversorgung auf der bestehenden Axenstrasse zwischen Flüelen und Dorni auf einer Länge von rund vier Kilometern.

Ebenfalls freigegeben hat das Gericht eine Galerie im steinschlaggefährdeten Gebiet Gumpisch. Dazu ist eine Hilfsbrücke seeseitig parallel zur bestehenden Axenstrasse auf einer Länge von 150 Metern nötig. Diese wurde öffentlich ausgeschrieben, sie soll im Sommer 2023 bereit sein.

Erst dann können die Sicherungsarbeiten für den Bau der Galerie in Angriff genommen werden, etwa ein Schutzdamm sowie Rodungen, was einige Jahre in Anspruch nehmen dürfte. Mit dem Start der Ausführung der Galerie sei 2026 zu rechnen.

Bewegte Geschichte

Im Gumpischtal stürzt immer wieder Gesteinsmaterial gegen oder auf die Axenstrasse. Alleine in den vergangenen drei Jahren wurde die Axenstrasse 20 Mal wegen Steinschlägen gesperrt. Zur Zeit wird die zum Nationalstrassennetz gehörende Strasse mit einer Überwachsungsanlage gesichert (PilatusToday berichtete).

Quelle: SDA/PilatusToday
veröffentlicht: 2. September 2021 18:01
aktualisiert: 2. September 2021 18:24