Keine Bewilligung

Corona-Mahnmal in Sisikon muss wieder weg

24. Mai 2022, 19:04 Uhr
Seit Ende April steht in Sisikon ein Corona-Mahnmal, welches an die «unverhältnismässigen Grundrechtseinschränkungen der letzten zwei Jahre» erinnern soll. Weil bisher kein Bewilligungsgesuch bei der Gemeinde eingegangen ist, muss die Skulptur bis Ende Juli entfernt werden.
Das Corona-Mahnmal stellt Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, mit schräggestellter Waage und offenen Augen dar.
© PD

Der Gemeinderat Sisikon könne und wolle an einem touristischen Wanderweg wie dem «Weg der Schweiz» keine politische Diskrepanz oder Positionierung dulden, schreibt der Gemeindepräsident Timotheus Abegg auf Anfrage. In Rücksprache mit der Baudirektion habe man jedoch beschlossen, dass die über drei Meter hohe Skulptur gemäss Bauordnung für maximal drei Monate bewilligungsfrei stehen bleiben kann. Dies sei dem Grundstückseigentümer Paul Franz Aschwanden schriftlich mitgeteilt worden. Aber: «Wir haben noch keine Reaktionen erhalten», sagte der Sisikoner Gemeindepräsident Timotheus Abegg auf Anfrage. Der Grundstückeigentümer war für eine Anfrage nicht erreichbar.

So sieht die Skulptur aus.

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Überrascht von diesem Entscheid war Josef Ender, der Präsident des Aktionsbündnis Urkantone. Dieser hatte in einer Medienmitteilung anfangs Mai von der neuen «Attraktion» geschrieben. Ihm sei nichts bekannt gewesen, dass die Skulptur des Steinbildhauers Cide Rüefli Ende Juli weg sein müsse. Auch der Standortvermittler habe nichts davon gewusst. Auf die Frage, warum keine Bewilligung eingereicht wurde, verweist Ender auf den Grundstückeigentümer, der dafür verantwortlich gewesen wäre.

Im Februar des Jahres 2020 wurde durch die Medien und von Teilen der WHO die Nachricht verbreitet, dass ein tödliches Corona-Virus die Menschen bedrohe. Die «ausserordentliche Lage» wurde verhängt und die Grundrechte wurden eingeschränkt.

Die Kollateralschäden waren immens, psychische und physische Erkrankungen, Firmenschliessungen, Staatsverschuldung und Inflation waren die Folge.

Im Jahre 2022 waren die Grundrechte immer noch nicht wiederhergestellt, die Evidenz zur Gefährlichkeit der Pandemie nicht belegt und die Aufarbeitung dieser Grundrechts-Verletzungen wurde in die Zukunft verlegt.

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Corona-Mahnmal soll an anderen Orten aufgestellt werden

Ob das Mahnmal Ende Juli wirklich entfernt werde, ist laut Ender noch unklar. Geplant sei, die Skulptur an Orten in verschiedenen Kantonen aufzustellen und sozusagen eine «Tour de Suisse» zu machen. Diese werde durch den Künstler Rüefli und seine Helfer geplant.

Was passiert aber, wenn das Mahnmal bis zur Frist nicht entfernt wird? Der Sisikoner Gemeindepräsident antwortet: «Möglich wäre eine weitere Aufforderung oder die Gemeinde würde das Mahnmal entfernen lassen auf Kosten des Grundstückeigentümers.»

(hch)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Mai 2022 18:46
aktualisiert: 24. Mai 2022 19:04
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