Zentralschweiz
Uri

Forderung nach öffentlicher Diskussion: Verstösst Isleten-Projekt gegen Bundesgesetz?

Samih Sawiris

Forderung nach öffentlicher Diskussion: Verstösst Isleten-Projekt gegen Bundesgesetz?

10.05.2024, 08:34 Uhr
· Online seit 10.05.2024, 07:04 Uhr
Das Bauvorhaben des ägyptischen Investors stösst im Kanton Uri auf grossen Widerstand. Das Projekt sei rechtlich aussichtslos und verstosse gegen den Natur- und Heimatschutz, heisst es. Die Gegner fordern deshalb einen Stopp der Planung sowie eine öffentliche Diskussion.
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«An der Isleten steht die Zukunft eines Ortes von einmaliger landschaftlicher und kulturhistorischer Bedeutung auf dem Spiel», schreiben die Unterstützer des Aufrufes in einer Mitteilung. Sawiris Baupläne möchten sie verhindern. Sie sind der Ansicht, dass nicht «noch mehr Steuergelder in ein rechtlich aussichtsloses Projekt investiert werden». Sawiris plant eine Hafenanlage auf der Isletenanlage.

Quelle: PilatusToday / Florian Estermann / David Migliazza

Verstoss gegen Bundesgesetz?

Zu den Unterstützerinnen und Unterstützer gehören beispielsweise der Innerschweizer Heimatschutz IHS, der Landschaftsschutzverband Vierwaldstätter See LSVV und Pro Natura Uri. Betont wird dabei, dass das Vorhaben des Investors gesetzlich gar nicht erlaubt sei. Dies, weil das Gebiet Isleten zu den Landschaften und Naturdenkmälern von nationaler Bedeutung gehöre, heisst es. Solche Gebiete gelte es laut dem Bundesgesetz im Natur- und Heimatschutz ungeschmälert zu erhalten. Ob das Gebiet Isleten unter das Gesetz fällt, wurde noch nicht geprüft. Dass die Urner Regierung die Pläne Sawiris jedoch gutgesprochen hat, kritisieren die Verfasser des Aufrufes.

Das Isletengebiet als Kulturgebiet

«Die Isleten ist auch ein wichtiger Zeuge von 400 Jahren Industriegeschichte des Kantons Uri und der Schweiz. Hier profitierten die Verarbeitung von Eisenerz, Sägereien, eine Papier- und schliesslich eine Sprengstofffabrik von Wasserkraft, Holzreichtum und der für die damaligen Verhältnisse guten Verkehrslage am See», wird die Historie des Isletengebietes beschrieben. Dieses wollen Pro Natura und Co. schützen, weshalb sie nun einen Stopp der Planung, eine Offenlegung aller Grundlagen sowie eine öffentliche Diskussion über die gesetzeskonforme Zukunft fordern.

(hni)

veröffentlicht: 10. Mai 2024 07:04
aktualisiert: 10. Mai 2024 08:34
Quelle: PilatusToday

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