Sicherheit

Kanton Uri reduziert Polizeikosten für Veranstalter

5. April 2022, 11:40 Uhr
Im Kanton Uri können neu Veranstaltungen von den Sicherheitskosten entlastet werden, wenn sie sowohl einen kommerziellen als auch einen ideellen Zweck haben. Die Sicherheitsdirektion hat ein neues Gebührenmodell für Polizeikosten an Veranstaltungen in Kraft gesetzt.
Veranstalter von politischen Anlässen im Kanton Uri müssen auch künftig nicht für Polizeikosten aufkommen. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
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Der Grundsatz, wonach Polizeikosten bei Veranstaltungen verrechnet werden müssen, bleibe zwar bestehen, teilte die Urner Sicherheitsdirektion am Dienstag mit. Allerdings habe man beim neuen Gebührenmodell den Handlungsspielraum genutzt und drei Kategorien von Veranstaltungen geschaffen.

Bei kommerziellen Anlässe verrechnet der Kanton weiterhin 100 Prozent der Kosten für das Polizeiaufgebot. Auch für ideelle Veranstaltungen etwa in den Bereichen Brauchtum, Tradition, Kultur, Politik, Breiten‐ und Behindertensport oder Jugendförderung ändert sich nichts: sie werden weiterhin nicht zur Kasse gebeten.

Neu stellt die Kantonspolizei bei Veranstaltungen mit einem bedeutenden Anteil ideellen Zweck um 30 Prozent reduzierte Kosten in Rechnung. Zudem wird den Veranstaltenden im Vorfeld schriftlich mitgeteilt, unter welche Kategorie sie fallen und mit welchen Polizeikosten in etwa zu rechnen ist. Die Polizei verzichtet zudem künftig darauf, ihre Beratung zur Sicherheit im Vorfeld von Veranstaltungen in Rechnung zu stellen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. April 2022 11:47
aktualisiert: 5. April 2022 11:47