Bildung

Kanton Uri will bis zu 500'000 Franken an Forschungsinstitut zahlen

26. Oktober 2022, 07:28 Uhr
Das Urner Forschungsinstitut «Kulturen der Alpen» soll nach dem Ende der Aufbauphase vom Kanton jährlich mit bis zu 500'000 Franken unterstützt werden. Die Regierung beantragt dem Parlament, dies in einer Verordnung festzuschreiben.
Der Urner Bildungsdirektor Beat Jörg (Mitte) hat mit dem Institut «Kulturen der Alpen» erstmals Forschungsarbeit auf universitärer Ebene vor Ort in Uri. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
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Ende 2022 läuft die Phase der Anschubfinanzierung für das universitäre Forschungsinstitut in Altdorf, das seit 2019 in Zusammenarbeit mit der Universität Luzern geführt wird, aus. Das Geld für das dreijährige Pilotprojekt stammte aus dem Topf der Neuen Regionalpolitik (NRP).

Das Urner Stimmvolk sprach sich im März 2022 für ein neues Bildungsgesetz aus und schuf damit die Grundlage, dass der Kanton das Institut auch 2023 mit öffentlichen Geldern unterstützen kann. Nun sei es am Parlament, den dauernden Fortbestand des Urner Forschungsinstituts zu sichern, hält die Regierung in seinem Antrag fest, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Er schlägt dem Parlament vor, einen Maximalbetrag von 500'000 Franken jährlich für das Institut in die Verordnung zu schreiben. Mit dem Geld solle der Betrieb sichergestellt werden. Während der Pilotphase habe sich erwiesen, dass sich die Betriebskosten des Instituts auf jährlich rund 500'000 Franken belaufen.

Positives Image

Forschungsprojekte müsse die Stiftung via Drittmittel finanzieren. Eine Absichtserklärung für die Fortführung der bisherigen Unterstützung durch die Dätwyler Stiftung für die nächsten vier Jahre liege vor.

Anlässlich der Gründung des Instituts hatte der Kanton 2018 die jährlichen Kosten für die Räumlichkeiten nach der Pilotphase noch auf 300'000 Franken geschätzt. Die Regierung hält fest, der Kanton Uri profitiere von der Arbeit des Forschungsinstituts in vielfacher Weise. Es leiste einen wesentlichen Beitrag zu den Zukunftsstrategien des Kantons sowie zu einem positiven Image im nationalen und internationalen Kontext.

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. Oktober 2022 07:28
aktualisiert: 26. Oktober 2022 07:28