Kritik an der Urner Justiz im Fall Ignaz W.

27. September 2018, 16:58 Uhr
Es soll grobe Verfahrensfehler gegeben haben
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Es soll grobe Verfahrensfehler gegeben haben

Im vergangenen Herbst hat das Urner Obergericht den Cabaret-Betreiber Ignaz W. aus Erstfeld zu 15 Jahren Haft verurteilt – wegen Mordversuch. In der Sendung Rundschau des Schweizer Fernsehens wird nun die Urner Justiz kritisiert. Es habe in diesem Fall gravierende Verfahrensfehler gegeben.

Betrunkener Zeuge und fragwürdige DNA-Spur

Einerseits habe ein Polizist ermittelt, welcher befangen gewesen sei. Der Polizist hätte früher einen Streit mit Ignaz W. gehabt. Genau dieser Polizist habe dann auf einer Patronenhülse eine DNA-Spur gefunden. Etwas, was eigentlich fast unmöglich sei.

Urteil kommt vor Bundesgericht

Weiter sei ein Zeuge, welcher Ignaz W. belastet, bei der Einvernahme betrunken gewesen. Er habe 1,58 Promille Alkohol im Blut gehabt.

Die Urner Justiz wollte gegenüber der Rundschau keine Stellung zum Fall nehmen. Er wird nun ans Bundesgericht weitergezogen. 

veröffentlicht: 2. Oktober 2014 05:51
aktualisiert: 27. September 2018 16:58