Kanton Uri

Mit frühem Impfstart und Wirtschaftshilfe durch die zweite Welle

22. Dezember 2020, 17:18 Uhr
Von der Pandemie betroffene Unternehmen dürfen in Uri bald mit Hilfe rechnen.
© Keystone/Urs Flueeler
Mit fast sechs Millionen Franken will die Urner Regierung der Wirtschaft unter die Arme greifen und schon am 4. Januar sollen die ersten Personen geimpft werden. So will Uri durch die zweite Welle kommen.

In einer Medienmitteilung informiert die Urner Regierung über die Härtefallmassnahmen zur Unterstützung der von der Pandemie betroffenen Unternehmen sowie über die Impfstrategie und den geplanten Impfstart. Die ersten Lieferungen des Impfstoffes würden bald im Kanton Uri eintreffen und schon in der ersten Woche des neuen Jahres sollen die ersten Personen geimpft werden.

Empfehlungen des Bundes umsetzen

Da die Impfstoffe anfangs nur in eingeschränkten Mengen zur Verfügung stehen werden, wird nach der «Risikogruppen-Strategie» des Bundes geimpft (PilatusToday berichtete). Demnach sollen zuerst besonders gefährdete Personen Zugang zur Impfung erhalten. Ab Frühling 2021 soll auch die breite Bevölkerung geimpft werden können. Die Impfung soll freiwillig und kostenlos sein.

In einer ersten Phase sollen das Kantonsspital Uri, ein mobiles Team des Kantonsspitals sowie einzelne Hausarztpraxen die Impfungen durchführen. Später würden auch weitere Arztpraxen und Apotheken dafür infrage kommen. Ab dem 4. Januar 2021 betreibt das Impfzentrum des Kantonsspitals Uri unter der Telefonnummer 041 875 50 70 eine Infoline, bei der interessierte Personen einen Impftermin vereinbaren können.

Unterstützung für die Wirtschaft

Am 22. Dezember hat die Urner Regierung einen COVID-19-Härtefallerlass zur Unterstützung von Urner Unternehmen verabschiedet und in Kraft gesetzt. Er ist befristet bis am 30. Juni 2021. Die 1,9 Million Franken des Kantons lösen Bundesbeiträge in der Höhe von 3,93 Millionen Franken aus, die der Urner Wirtschaft zugutekommen sollen. Die Regierung will die zur Verfügung stehenden Mittel möglichst effizient einsetzen, deshalb unterstütze sie in erster Linie in der Existenz bedrohte Unternehmen der Eventbranche, Dienstleister der Reisebranche, Gastronomie- und Hotelbetriebe sowie touristische Betriebe.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die im Jahr 2020 einen Corona-bedingten Umsatzrückgang von über 40 Prozent verzeichnen und in den Jahren 2018 und 2019 einen durchschnittlichen Umsatz von mindestens 50'000 Franken erzielten. Der Höchstbetrag pro Unternehmen belaufe sich auf 10 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes von 2018 und 2019 und auf maximal 500'000 Franken.  (red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. Dezember 2020 17:18
aktualisiert: 22. Dezember 2020 17:18