Wahlen Uri

Regierungsrat Arnold wurde fast für ein Amt gewählt, wofür er nie kandidierte

· Online seit 03.03.2024, 17:50 Uhr
Seine Priorität war es, ein zweites Mal in die Urner Regierung zu kommen. Die meisten Stimmen holte sich Christian Arnold (SVP) aber auch für das Amt als Landammann. Das, obwohl er dafür nie kandidierte. Könnte Arnold nun im 2. Wahlgang sogar Regierungsratspräsident werden?
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Von den sieben Sitzen in der Urner Regierung wurden im ersten Wahlgang bereits fünf Kandidierende gewählt. Darunter auch Christian Arnold von der SVP. Mit 9'730 Stimmen ist er nach Urs Janett von der FDP jener Kandidat mit der zweithöchsten Stimmzahl.

Sogar am meisten Stimmen erhielt Christian Arnold bei der Wahl für das Amt des «Landammanns» - das, obwohl er dafür nie kandidierte. Die letzten zwei Jahre war Urs Janett (FDP) Landammann, während Dimitri Moretti sein Stellvertreter war und das Amt des Landesstatthalters ausübte. Jener hätte nach dem Anciennitätsprinzip nachrücken und für die nächsten beiden Jahre als Regierungschef tätig sein sollen. Doch da er bei den Wahlen am 3. März nicht im ersten Wahlgang wiedergewählt wurde, steht das Amt nun frei und seine Stimmen für das Amt verfallen.

Mit 1709 Stimmen holte sich Christian Arnold (SVP) die meisten Stimmen. Das, obwohl er nie für das Amt als «Landammann» kandidierte. Zu früh freuen darf er sich aber nicht, denn das Absolute Mehr beträgt 1797 Stimmen. 88 Stimmen zu wenig, um das Amt direkt zu übernehmen.

Zu spät ist es für Christian Arnold jedoch noch nicht. Im zweiten Wahlgang wird das Amt erneut gewählt. Auf Anfrage bestätigt die SVP Uri, dass sie nächste Woche über eine Kandidatur Arnolds diskutieren werden.

Ob dann Arnold oder Dimitri Moretti von der SP gewählt wird, wird sich dann zeigen. Es setzt aber voraus, dass Dimitri Moretti am 21. April überhaupt auch einen Sitz in der Regierung ergattert.

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(red.)

veröffentlicht: 3. März 2024 17:50
aktualisiert: 3. März 2024 17:50
Quelle: PilatusToday

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