Realp-Trinkwasser

Schaden ist grösser als bisher angenommen

9. Oktober 2020, 17:21 Uhr
Im Kanton Uri kam es am Wochenende zu Überschwemmungen - in der Gemeinde Realp wurde das Trinkwasser verschmutzt.
© KEYSTONE/URS FLUEELER
In der Urner Gemeinde Realp ist das Trinkwasser verschmutzt. Wie sich in den vergangenen Tagen herausgestellt hat, ist der Schaden grösser als zu Beginn angenommen. Bei den Reparaturarbeiten an der geborstenen Hauptleitung haben die Arbeiter ein zweites Leck entdeckt.

Wie die Gemeinde Realp in einer Mitteilung schreibt, dauert die Instandstellung der Transportleitung länger als bisher angenommen. Dies, weil die Schäden durch die Unwetter am 3. Oktober grösser sind als vermutet. Erst wenn Wasserproben belegen, dass das Trinkwasser wieder sauber ist, kann Entwarnung gegeben werden.

Wann das Problem vollständig behoben ist, kann zurzeit nicht gesagt werden. Die Gemeinde Realp hält seine Bewohner an, sparsam mit dem Wasser umzugehen und das Wasser vor Gebrauch abzukochen. 

Murgang löste Trinkwasserverschmutzung aus

Ein Hinweis auf der Alarmierungsapp Alert Swiss forderte die Menschen in Realp auf, Wasser abzukochen bevor sie es trinken oder in der Küche verwenden. Die Gemeinde sagte auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1, dass es sich um eine vorsorgliche Meldung handle. Inzwischen ist aber klar, dass durch einen Murgang die Zuleitung zum Trinkwasserreservoir Moos nach den heftigen Niederschlägen vom vergangenen Wochenende an mehreren Stellen unterbrochen worden war.

Die Hauptleitung der Trinkwasserversorgung wurde auf einer Länge von rund einem Meter zerrissen. Fortan erfolgte die Trinkwasserzufuhr in der Gemeinde im Urserntal über eine Notversorgung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. Oktober 2020 12:10
aktualisiert: 9. Oktober 2020 17:21