Wildtiere

Uri stoppt Gämsjagd in Ursern wegen der Gämsblindheit

12. September 2022, 11:10 Uhr
Auch in der Region Ursern grassiert die Gämsblindheit. Zum Schutz des Gämsbestands und der erkrankten Tiere und um die weitere Verbreitung der Krankheit einzudämmen, dürfen Urner Jägerinnen und Jäger in diesem Gebiet in der zweiten Hochwildwoche von heute Montag bis und mit Samstag keine Gämsen erlegen.
Die Urner Sicherheitsdirektion beendet die Gämsjagd in Ursern. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
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Während der ersten Hochwildjagdwoche sei in Ursern beobachtet worden, dass die hochansteckende bakterielle Augenkrankheit Gämsblindheit aufgetreten sei, teilte die Urner Sicherheitsdirektion am Montag mit.

Die Gämsblindheit führt zu einer Entzündung der Bindehäute und der Hornhaut. Im Gegensatz zu den Nutztieren kann die Krankheit bei Wildtieren zur vollständigen Erblindung und zum Tod führen. Die Tiere können verdursten, verhungern oder abstürzen. Verläuft die Krankheit mild, können die Wildtiere ihre Sehkraft wieder erlangen.

Von einer Ansteckung betroffen sein können Schafe, Ziegen sowie Gämsen und Steinböcke. Übertragen wird die Krankheit durch direkten oder indirekten Kontakt oder auch durch Fliegen.

Auch am Pilatus hatten die Kantone Nid- und Obwalden kürzlich die Gämsjagd wegen der Gämsblindheit verboten.

(sda)

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. September 2022 11:10
aktualisiert: 12. September 2022 11:10