Energie

Uri will über ein Viertel weniger Öl und Gas bis 2030

27. September 2022, 12:57 Uhr
Im Kanton Uri soll der Verbrauch von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas bis 2030 um 27 Prozent sinken. Das hat die Kantonsregierung in ihrer neuen Energiestrategie vorgegeben. Über diese muss nun das Parlament befinden.
Das Lucendro-Kraftwerk am Gotthard liefert erneuerbare Energie - von dieser will der Kanton Uri bis 2030 deutlich mehr einsetzen. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA
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Die aktualisierte Gesamtenergiestrategie Uri 2030 arbeitet daraufhin, so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umzusteigen, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Sie hat dazu neben der angestrebten Reduktion von Öl und Gas weitere Ziele definiert.

So sollen die Urnerinnen und Urner insgesamt 11 Prozent weniger Energie verbrauchen. Das entspricht einer Reduktion von 1026 Gigawattstunden auf 911. Der Anteil erneuerbarer Energien soll von 13 auf 20 Prozent steigen. Und dank Effizienzmassnahmen soll der Stromverbrauch stabil bleiben.

Um all das zu erreichen, definierte die Regierung 48 Massnahmen. So sollen etwa 70 Prozent der kantonalen Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet sein, der Windpark «Gütsch» ausgebaut oder der Staudamm am Göscheneralpsee um 15 Meter erhöht werden.

Angestrebt werde eine einheimische, nachhaltige Energieversorgung. Die Regierung betont, die Strategie sei langfristig ausgerichtet und keine Lösung für einen allfälligen Energiemangel im kommenden Winter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. September 2022 12:58
aktualisiert: 27. September 2022 12:58