Nicht mehr gerüstet

Urner FDP-Ständerat warnt: Armee kann Schweiz nicht mehr verteidigen

04.04.2024, 07:20 Uhr
· Online seit 04.04.2024, 07:00 Uhr
Die Armee kann die Schweiz nicht mehr verteidigen. Diese Kritik kommt vom Urner FDP-Ständerat und Sicherheitspolitiker Josef Dittli, berichtet die «Luzerner Zeitung». Die Armee könne heute nur noch unterstützen. Für die Verteidigung und den Kampf sei sie nicht mehr gerüstet.
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Dass die Schweizer Armee ihrer wichtigsten Aufgabe nicht mehr gerecht wird, müsse sich dringend ändern, so Armeekenner Josef Dittli gegenüber der «Luzerner Zeitung». Der FDP-Ständerat verlangt vom Bundesrat, dass dieser aufzeigt, wie er die Armee wieder verteidigungsfähig machen will: «Ich erwarte von ihm ein strategisches Konzept für eine verteidigungsfähige Armee.»

Das sagt die Armee

Auf die Kritik angesprochen sagt Stefan Hofer, Medienchef der Armee, dass es im Fall eines Angriffs aufgrund der knappen Gelder wirklich nicht möglich wäre, sämtliche Truppen auszurüsten und räumt ein: «Auch die Durchhaltefähigkeit der Armee ist stark eingeschränkt.»

Trotzdem könne man die Verteidigungskompetenz insgesamt erhalten, so der Armeesprecher weiter. Um die Armee aber wirklich auf einen möglichen Einsatz vorbereiten zu können, fehle der Schweiz ein Übungsplatz, um mit grösseren Verbänden zu trainieren.

Wehrsteuer für Firmen gefordert

Wie soll die Aufrüstung der Armee finanziert werden? Eine Idee ist bereits Anfang Woche aufgekommen. Der Solothurner FDP-Nationalrat Simon Michel schlägt vor, dass Unternehmen in der Schweiz eine temporäre Sondersteuer zahlen, um die Aufrüstung der Armee zu finanzieren. Michels Vorschlag spaltet Meinungen in Politik und Wirtschaft.

(red.)

veröffentlicht: 4. April 2024 07:00
aktualisiert: 4. April 2024 07:20
Quelle: PilatusToday

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