Umwelt

Urner Regierung sagt Verpackungsflut den Kampf an

7. Juni 2022, 17:08 Uhr
Im Kanton Uri sollen Läden ab einer gewissen Grösse dazu verpflichtet werden, unnötige Verpackungen gratis zurückzunehmen und zu entsorgen. Die Regierung empfiehlt eine Motion zur Annahme, die der Überverpackung an den Kragen will.
Doppelt verpackte Fertiggerichte sind der Urner Landrätin Nora Sommer ein Dorn im Auge. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Landrätin Nora Sommer (SP/Grüne) stört sich an in Plastikfolie eingeschweissten Früchten oder an mit Plastik umwickelten Duschmitteln. Sie will daher mit einer Gesetzesänderung den Druck auf die Produzentinnen und die Geschäfte erhöhen, weniger unnötiges Verpackungsmaterial zu verwenden.

Die Urner Regierung zeigt sich offen für das Anliegen, wie sie am Dienstag mitteilte. Überverpackung verbrauche unnötig Ressourcen und Abfall und motiviere Konsumentinnen und Konsumenten zu Überkonsum. Bislang habe einzig der Kanton Jura ein Rücknahme-Gesetz für Verpackungen für Geschäfte mit einer Ladenfläche ab 200 Quadratmetern.

Im Kanton Uri wären schätzungsweise 15 bis 30 Geschäfte von der Rücknahmepflicht betroffen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für diese wären laut der Regierung gering. Sie beschränken sich darauf, eine Auspackstelle einzurichten und die zurückgelassene Überverpackung zu entsorgen.

Sie sei daher bereit, eine Rücknahmepflicht für Überverpackungen ins Kantonale Umweltgesetz aufzunehmen. Dies soll im Rahmen der anstehenden Gesetzesrevision erfolgen. Die Motion kommt nun in den Landrat.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. Juni 2022 17:08
aktualisiert: 7. Juni 2022 17:08
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