Keine Niederschläge

Waldbrandgefahr in der Zentralschweiz steigt

15. März 2022, 10:39 Uhr
Der Frühling ist da und die Temperaturen steigen. Doch das schöne und trockene Wetter hat auch seine Schattenseiten. In Meiringen musste die Feuerwehr am Wochenende mit einem Grossaufgebot ausrücken, um einen Waldbrand zu löschen. Auch in der Zentralschweiz ist man besorgt.

Quelle: Tele 1

Ausgiebige Niederschläge hat es in den vergangenen Wochen nicht mehr gegeben in der Schweiz. Deshalb sei die Lage auch in der Zentralschweiz heikel, sagt Miguel Zahner von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern. «Wir stufen die Gefahr für Waldbrände in der Zentralschweiz momentan als mittel ein.» Das heisst, man darf im Wald noch ein Feuer machen, um beispielsweise einen Cervelat zu grillieren.

Zahner warnt jedoch: «Das Feuer muss man immer im Auge behalten, denn der Wind ist sehr gefährlich.» Dieser treibe die Glut schnell weiter und erhöhe die Gefahr für Waldbrände. Der Laubaustrieb ist noch nicht erfolgt und auch die Sträucher sind noch nicht grün. Das bedeutet, dass die Sonne direkt auf das brennbare Material scheint und dieses austrocknet, erklärt Zahner.

Es braucht Niederschläge

Die Prognosen zeigen zudem, dass es auch in den kommenden Wochen trocken bleiben wird. Das brennbare Material wird also weiter austrocknen. «Niederschläge würden die Lage definitiv ein wenig entspannen. Im Moment müssen wir die Situation wöchentlich neu beurteilen», so Zahner weiter.

Die Zentralschweizer Kantone würden sich bei der Gefahrenbeurteilung immer absprechen. So gibt es jeweils eine Gesamtbeurteilung für die Waldbrandgefahr. Wenn mehrere Kantone zum gleichen Schluss kommen, werden die identischen Massnahmen eingeleitet, damit die Bevölkerung möglichst einheitlich informiert wird und weiss, was gilt.

Lage wird laufend neu beurteilt

Grundsätzlich sei die Akzeptanz in der Bevölkerung gross. «Denn die Leute haben den Wald sehr gerne. Deshalb nehmen die meisten die Warnungen ernst», sagt Zahner. Und doch ist der Mensch noch immer die Hauptursache für Waldbrände. «Wenn wir also die Bevölkerung gut sensibilisieren können, wird Schlimmeres verhindert.»

Aufgrund der trockenen Lage wird Mitte Woche entschieden, ob die Waldbrandgefahr um eine Stufe erhöht wird. Dazu werden der Boden und die Blätter genau angeschaut. Der Waldbrand in Meiringen hätte gezeigt, wie schnell es momentan wegen der Trockenheit brennen kann.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. März 2022 06:23
aktualisiert: 15. März 2022 10:39
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