Zentralschweizer Skigebiete

Was passiert bei einem erneuten Lockdown mit deinem Saisonabo?

David Migliazza, 7. September 2020, 06:57 Uhr
Die Skigebiete beschliessen Massnahmen im Falle eines erneuten Lockdowns.
© Luzerner Zeitung / Roger Gruetter
Bei den Zentralschweizer Skigebieten will man auf einen möglichen zweiten Shutdown vorbereitet sein. Obwohl die jeweiligen Betreiber individuelle Lösungen ausgearbeitet haben, wird auf ein ähnliches Verfahren gesetzt.

Bei den vielen wegen Corona abgesagten Veranstaltungen und Flügen stellte sich die Frage, wer für die aktuell nutzlosen Tickets aufkommt. Um dies präventiv zu klären, haben Zentralschweizer Skigebiete individuelle Lösungen gefunden, oder arbeiten noch daran. Hier eine Übersicht zur momentanen Situation:

Schneepass Zentralschweiz

Für Wintersport-Begeisterte ist der Schneepass Zentralschweiz die optimale Lösung. Mit 14 Zentralschweizer Skigebieten in einem Abo ist für Abwechslung gesorgt. In den neuen AGBs für die Wintersaison 2020/2021 ist die Rückerstattung im Pandemiefall geregelt. Auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 sagt Adrian Bühlmann, Geschäftsführer der Transportunternehmungen Zentralschweiz: «Uns ist es wichtig, von Beginn an transparent zu sein.» So veröffentlichen sie bereits, wie mit einem möglichen erneuten Shutdown umgegangen wird und das bevor der Verkauf im Oktober losgeht.
Die Höhe der Entschädigung wird relativ zu den Ausfallstagen und der Abonnementsart berechnet. Voraussetzung für eine Rückerstattung ist die Schliessung aller im Schneepass inbegriffenen Skigebiete für mindestens 20 Tage. Bargeld soll nicht ausgezahlt werden. Für die verpassten Tage wird eine Gutschrift für den Schneepass 2021/2022 ausgestellt.

Titlis-Engelberg

Auch bei den Titlis Bergbahnen kommt man der Kundschaft entgegen: Sollte der Betrieb aufgrund von behördlichen Weisungen für mindestens zwei Wochen schliessen, ist eine Rückerstattung in Form von Wertgutscheinen vorgesehen. Auch hier gibt es keine Pauschale. Der Betrag wird abhängig vom Zeitraum des Ausfalls und der Art der Saisonkarte festgelegt.

Melchsee-Frutt

«Wir befinden uns in den letzten Zügen und werden bald eine definitive Lösung zu Papier bringen», so Daniel Dommann, Geschäftsführer der Sportbahnen Melchsee-Frutt. Man werde, ähnlich wie bei den meisten anderen Skigebieten, eine Rückerstattung in Form einer Gutschrift, deren Wert von der Länge des Shutdowns abhängt, anbieten. Der Vorverkauf der Saisonkarten soll wie gewohnt im Oktober und November stattfinden.

SkiArena Andermatt-Sedrun

Wird der Skibetrieb aufgrund eines weiteren Lockdowns bis Ende Wintersaison eingestellt, bekommen Käufer einer Saisonkarte des Skigebiets Andermatt-Disentis-Sedrun, je nachdem wann der Shutdown eintritt, einen Teil des Kaufpreises zurückerstattet.
 - Shutdown bis 12. Dezember 2020: 100 % des Kaufpreises
 - Shutdown bis 15. Januar 2021: 60 % des Kaufpreises
 - Shutdown bis 15. Februar 2021: 30 % des Kaufpreises
 - Shutdown bis 28. Februar 2021: 10 % des Kaufpreises
 - Shutdown nach 28. Februar 2021: keine Rückerstattung

Mythenregion und Stoosbahnen

Bei den Betreibern der Schwyzer Skigebiete, der Mythenregion und den Stoosbahnen, ist man sich des Problems bewusst und man arbeitet an Lösungsansätzen. Genauere Angaben konnten auf Anfrage aber noch nicht gemacht werden. (mda)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. September 2020 06:59
aktualisiert: 7. September 2020 06:57