Tag der Berufsbildung

Wege der Zentralschweizer Berufsbildung

5. Mai 2020, 19:51 Uhr
Menschen aus der Zentralschweiz erzählen von ihren Berufswegen.
© Balin Imfeld
Eine steile Karriere mit einer Berufslehre starten. Den Beruf komplett wechseln mit Hilfe einer Maturität. Eine Lehrstelle finden, auch in Zeiten des Coronavirus. Das alles ist im Bildungsland Schweiz möglich, mit der richtigen Vorbereitung und dem nötigen Biss. Wie es geht? Personen aus der Zentralschweiz geben Einblick in ihre Berufsausbildung.

Videos drehen, schneiden und damit Geschichten erzählen. Seit fünf Jahren ist das die Passion von Balin Imfeld. Bei seiner Berufswahl sagte er sich: «Ich möchte mein Hobby im Beruf ausleben können.» Also suchte er sich einen entsprechenden Lehrgang. Heute ist er im zweiten Lehrjahr als Mediamatiker bei Gasser Felstechnik in Lungern im Kanton Obwalden. Angesiedelt ist seine Stelle in der IT. Aber nicht selten kommt dabei auch seine Lieblingsaufgabe zum Zug: Videos machen. Was Balin Imfeld erlebt und warum die Lehre als Mediamatiker nicht bloss etwas für IT-Cracks ist, er erklärt es hier im Radio-Beitrag:

Früher war Alexandra Najer in den Patientenzimmern, heute arbeitet sie im Operationssaal.

© Pius Amrein / Luzerner Zeitung

Die 24-jährige Alexandra Najer ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es im Schweizer Bildungssystem Schritt für Schritt immer weiter bringen kann. Angefangen hat bei der jungen Zentralschweizerin alles mit einer gewöhnlichen Lehre zur Fachfrau Gesundheit. Später folgte eine Weiterbildung zur Pflegefachfrau und nun findet man Alexandra Najer im Operationssaal. Sie lässt sich zur Expertin in der Anästhesiepflege ausbilden. Was sie sonst noch auf dem Kasten hat, gibt es hier im Radio-Beitrag:

Von der Industrie-Werkstatt auf die Theaterbühne. Das ist ein Weg, der lange erscheint. Lange, aber nicht unmöglich. Alexandra Anderhalden aus Giswil im Kanton Obwalden will diesen Weg machen. Nach einer Lehre als Industrielackiererin bei den Pilatus Flugzeugwerken macht sie nun ein Jahr lang die Berufsmaturität in Gestaltung und Kunst. Von Montag bis Freitag geht sie zur Schule. Das langfristige Ziel: Das Studium «Theaterpädagogik» an der Zürcher Hochschule der Künste. Und dann natürlich die Theaterbühne. Warum sich Alexandra für diesen Wandel entschieden hat, beantwortet sie im Radio-Beitrag:

Am liebsten arbeitet Leena Kaufmann an der Rezeption.

© Leena Kaufmann

Ein Resort, wie jenes auf dem Bürgenstock schafft richtig viel Arbeit. An der Rezeption, in der Küche, bei der Gästebetreuung, der Zimmerreinigung und so weiter und so fort. Seit knapp drei Jahren gibt es eine Ausbildung für einen Beruf, der all diese Aufgaben kombiniert. Man wird sozusagen zur Hotel-Allrounderin, wenn man eine Lehre als Hotel-Kommunikationsfachfrau macht. Leena Kaufmann ist aktuell im zweiten Lehrjahr und schwärmt für ihre Ausbildung. Was ihr daran so gefällt, erzählt sie im Radio-Beitrag:

«Jugendliche ohne Lehrstelle müssen auch in Zeiten der Corona-Krise aktiv werden», sagt der Leiter der Dienststelle Aus- und Weiterbildung Christof Spöring.

© Christof Spöring

In Zeiten des Coronavirus herrscht Unsicherheit. Bei Betrieben, bei Mitarbeitern, aber auch bei Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind. Nehmen die Unternehmen überhaupt Lernende auf, wenn die Finanzen knapp werden? Gibt es die Betriebe in einigen Monaten überhaupt noch? Lohnt sich eine Bewerbung? Trotz allen Unsicherheiten sagt der Leiter der Dienststelle Aus- und Weiterbildung Christof Spöring: «Die Jugendlichen müssen jetzt aktiv werden.» Die Lernenden seien Teil der Wirtschaft und bleiben es. Daran ändere auch das Coronavirus nichts. Warum? Antworten gibt es im Radio-Beitrag:

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Mai 2020 06:14
aktualisiert: 5. Mai 2020 19:51