Perspektiven

Wenn aus einem Weinkeller ein Gletschergarten entsteht

23. Februar 2021, 22:42 Uhr
Dass es den Gletschergarten heute in seiner Art gibt, ist auch ein bisschen Zufall.
Der Gletschergarten liegt etwas versteckt in mitten der Stadt Luzern neben dem weltberühmten Löwendenkmal. Dass es den Gletschergarten heute in seiner Art gibt, ist auch ein bisschen Zufall. Denn Josef Amrein-Troller hatte damals ganz andere Pläne.

Im Jahr 1872 will Josef Amrein-Troller einen Weinkeller bauen. Bei den Bauarbeiten stösst er dann auf die Gletschertöpfe und sonstige Spuren aus längst vergangener Zeit. Ein Experte aus Zürich bestätigt ihm dann, dass sein Fund absolut historischen Wert hat. Die Pläne vom Weinkeller wirft Amrein-Troller über den Haufen und baut seinen Fund weiter aus.

Dass der Gletschergarten bis heute in seiner Form besteht, ist aber insbesondere seiner Frau, Marie, zu verdanken. Denn Josef starb nur wenige Jahre später und seine Frau musste den Gletschergarten übernehmen. Und mit ihm auch einige Probleme. Die Banken damals trauten der Frau nicht zu, dass sie das Museum betreiben kann und verweigerten ihr Geld. Doch allen zum trotz belehrte Marie Amrein-Troller sie eines Besseren und führte den Gletschergarten in eine Erfolgsspur.

Ein grosser Erfolgsgarant ist bis heute das Spiegellabyrinth. Wie es damals dazu kam, dieses zu bauen und vor allem welche neuen Wege der Gletschergarten mit seiner Felsenwelt einschlägt, dies siehst du in der Sendung Perspektiven oben.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Februar 2021 20:21
aktualisiert: 23. Februar 2021 22:42